Auch einer der kleinsten Stadtteile soll schnelles Internet bekommen

hzBreitbandausbau

In manchen Bereichen im Dortmunder Süden kennen die Bewohner schnelles Internet nur vom Hörensagen. Im kommenden Jahr soll sich das ändern. Neueste Technik bedeutet das nicht unbedingt.

Loh, Benninghofen

, 02.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

2021 soll es endlich soweit sein: Auch der kleine Stadtteil Loh im Dortmunder Süden und einige Bereiche Benninghofens sollen die Möglichkeit einer schnelleren Internetverbindung bekommen.

Ursprünglich war der Ausbau bereits für dieses Jahr geplant. Corona- und anders bedingte Verzögerungen rückten das Projekt aber ins kommende Jahr, wie Björn Meder, Breitbandbeauftragter der Dortmunder Wirtschaftsförderung, erklärt.

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2021 werden dann aber mehrere der sogenannten Kabelverzweiger (KvZ), die als graue Kästen am Straßenrand stehen, erneuert zu Multifunktionsgehäusen, erkennbar an den Metalllamellen im oberen Teil der Kästen.

Kunden müssen ihre Verträge anpassen

Mit dem Vectoringausbau durch die Telekom wird dann in den Bereichen entlang der Benninghofer Straße und in den Nebenstraßen schelleres Internet zur Verfügung stehen. „Man muss aber etwas Geduld haben“, sagt Björn Meder. „Es kann einige Wochen dauern, bis die Kunden diese Leistung buchen können.“

Dieser Verteilerkasten an der alten Loh-Schule gehört zu denen, die erneuert werden.

Dieser Verteilerkasten an der alten Loh-Schule gehört zu denen, die erneuert werden. © Susanne Riese

Neueste Technik bekommen sie damit allerdings nicht. Vectoringausbau bedeutet lediglich Glasfaser bis zum Kabelverzweiger (FTTC), ab da geht es per Kupferkabel weiter bis zum Hausanschluss, was die Leistung erheblich einschränkt.

„Weiße Flecken“ profitieren von gefördertem Ausbau

Echte Glasfaser (FTTB) bis zum Gebäude und damit schnellere und stabilere Verbindungen wird es nur in einigen kleineren Bereichen in Benninghofen/Loh geben. Und zwar dort, wo sogenannte weiße Flecken bestehen, wo also noch kein schnelles Internet und auch keine zeitnahe Ausbauplanung durch private Anbieter besteht. Als unterversorgt gilt dabei laut bisheriger Definition der Fördergeber eine verfügbare Internetgeschwindigkeit unter 30 Mbit/s.

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Für diese weißen Flecken ermöglicht eine Förderung von Bund (50 Prozent) und Land (40 Prozent) den Glafaserausbau. Die Stadt wartet noch auf die finale Förderzusage, bevor sie eine Karte mit den geplanten Bereichen veröffentlicht. Außerdem muss der Rat dann noch über den kommunalen Anteil von zehn Prozent entscheiden, was voraussichtlich im Oktober ansteht.

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Wenn alle Ampeln auf Grün stehen, soll Dokom den Glasfaserausbau in den unterversorgten Regionen übernehmen. Davon werden beispielsweise Bereiche am nördlichen und südlichen Ende der Benninghofer Straße und an der Straße „Im Papenkamp“ profitieren, so Björn Meder. Auch Schulen im Dortmunder Süden sollen von dem geförderten Ausbau profitieren.

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