Auf dem Hellweg werden die Gleise bald schwingend gelagert sein

hzWambeler Hellweg

Dank der Ferienzeit führen die Baustelle und die Vollsperrung des Hellwegs in Wambel aktuell zu keinem Verkehrschaos. Fahrgäste und Autofahrer brauchen aber Geduld. Ein Baustellenbesuch.

Wambel

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Leidgeprüft sind die Anwohner, Autofahrer und Stadtbahn-Fahrgäste entlang des Hellwegs: Lärm, Umleitungen und Umstiege in Ersatzbusse sind in den vergangenen Jahren desöfteren vorgekommen. Erst im Frühjahr musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden, nachdem sich ein Loch infolge eines Tagesbruchs auf dem Hellweg im Grenzbereich Wambel/Körne aufgetan hatte. Jetzt ist es wieder soweit: Die Stadtbahn U 43 fährt seit dem 13. Juli bis zum 23. August nicht zwischen „DO-Wickede S“ und „Am Zehnthof“.

Der Grund sind Gleiserneuerungen zwischen den Haltestellen „Rüschebrinkstraße“ und „Am Zehnthof“. Für den Autoverkehr ist der Hellweg zwischen Wambel und Körne in beiden Richtungen gesperrt. Nur die Zufahrt zu den Wohnhäusern und Geschäften im Baustellenbereich ist weiterhin möglich.

Auf dem Hellweg werden die Gleise bald schwingend gelagert sein

Die U 43, die aus der Stadt gekommen ist, fährt nur bis zur Haltestelle "Am Zehnthof" in Körne. Dort müssen die Fahrgäste Richtung Osten in Busse umsteigen. Die Bahn fährt retour in die Innenstadt. © Uwe Brodersen

Leicht abweichende Fahrzeiten sollen den sicheren Umstieg gewährleisten

Busse bringen die Fahrgäste der U 43 ans Ziel oder zur Bahn. Das kostet Zeit, funktioniert aber gut. Nach Möglichkeit werden die Stadtbahn- oder Nacht-Express-Haltestellen angefahren. Wer also etwa vom Brackeler Zentrum in die Stadt möchte, nimmt ab „Brackel Kirche“ den Ersatzbus, der ihn bis zum Zehnthof bringt, wo er in die Bahn einsteigt. Auf dem Rückweg fährt die Bahn wiederum nur bis zum Zehnthof, von Körne geht es im Bus nach Brackel. Um einen sicheren Umstieg vom Bus in die Bahn und umgekehrt zu gewährleisten, gelten abweichende Abfahrtzeiten zwischen Körne und Wickede: Richtung Körne/Stadtmitte fahren die Busse in der Regel vier bis sieben Minuten früher als die Bahn, Richtung Wickede fahren sie in der Regel vier bis sieben Minuten später als die Bahn.

Mehrere Wege führen auf die Hannöversche Straße

Auch die Umleitung für die Autofahrer runter vom Hellweg auf die parallel verlaufende Hannöversche Straße und dann wieder zurück nach dem gesperrten Bereich führt nicht zu größeren Staus. Hier wirkt sich positiv aus, dass die Stadtwerke (DSW21) die Baumaßnahme in die Sommerferien gelegt haben.

Auf dem Hellweg werden die Gleise bald schwingend gelagert sein

Auf der Hannöverschen Straße herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen. Erhöht wird es durch die Umleitung über die Rüschebrinkstraße auf die Hannöversche Straße. © Uwe Brodersen

Der Autoverkehr in Richtung Stadtmitte wird über Wambeler Hellweg, Rüschebrinkstraße, Hannöversche Straße und Berliner Straße auf den Körner

Auf dem Hellweg werden die Gleise bald schwingend gelagert sein

Die Autofahrer, die vom Wambeler Hellweg wegen der Baustelle hinunter müssen, fahren auch über die Eichendorffstraße und erreichen dann über die Juchostraße die Hannöversche Straße. © Uwe Brodersen

Hellweg umgeleitet. Doch die Autofahrer nutzen auch die Eichendorffstraße, um vom Hellweg auf die Hannöversche Straße zu gelangen.

Die Stadtwerke bauen auf den 765 Metern Gleis zwischen den Haltestellen „Rüschebrinkstraße“ und „Am Zehnthof“ ein Masse-Feder-System ein, das die Schall- und Schwingungsübertragung auf benachbarte Gebäude deutlich verringern soll. Das Gleis wird schwingend gelagert. Am Ende der derzeitigen Durststrecke soll die Bahn also leiser durch Wambel und Körne fahren. Wenn das wirklich so kommt, können sich die Anwohner darauf freuen.

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