Aufbruch in die Abstraktion

08.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Aufbruch in die Abstraktion

<p>Heinz Wenk zeigt "Abstraktion und Aufbruch". Menne</p>

Hochexpressiv und dynamisch sind die Künstler in den 1950er und 60er Jahren in die Abstraktion aufgebrochen. Einen kleinen Überblick mit Klassikern dieser Zeit gibt die Galerie Wenk mit der neuen Ausstellung, die heute eröffnet wird.

Zwölf Künstler, darunter Otto Piene, Winfred Gaul, Sigrid Kopfermann und Kurt Rudolf Hoffmann Sonderborg, sind mit Arbeiten, die fast alle aus dem Bestand der Galerie stammen, vertreten. - Otto Piene, Preisträger der Kulturstiftung, mit dem Aquarell "Sun warriors", einer brennenden Sonne, die Farbe über das Papier fließen lässt. Den fließenden Charakter haben fast alle Arbeiten gemeinsam, aber auch die Suche der Künstler nach formgebenden Elementen und einer versteckten, filigranen Figürlichkeit im Abstrakten. Sigrid Kopfermann gibt ihrer Arbeit durch Farbflächenkomposition Halt, zeichnerisch sucht Gustav Deppe nach Symbolen im Abstrakten, und ein architektonisches Formgerüst schafft Karl Fred Dahmen für sein "Kleines Atelier" mit einem Raster aus Farben und Formen.

Überwiegend Mischtechniken - auch ein kleines, plastisches Wandobjekt von Bernhard Schultze - bietet die Ausstellung, eine Entdeckungsreise in die Anfänge der abstrakten Malerei und die Zeit des künstlerischen Aufbruchs.

Ob es die Galerie in zwei Jahren noch gibt, ist nicht sicher: "Wenn meine Tochter studiert, möchte ich noch einmal eine Galerie in einer Stadt wie Berlin oder Köln eröffnen, in der die Begeisterung für moderne Kunst größer ist", so Heinz Wenk. JG

bis 30.11., Am Surck 4, Mi-Fr 15-19 Uhr, So 15-18 Uhr oder Tel. 0178-2327076.

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