Ausgebranntes Auto blockiert in Dortmund seit Wochen einen Parkplatz

hzAutowrack

Bereits Anfang November ist in Dortmund ein silberner Seat bis auf die Stahlkonstruktion abgebrannt. Seither wurde das Autowrack nicht bewegt. Auch die Brandursache ist weiterhin unklar.

Eving

, 13.12.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem am Abend des 9. November ein Seat auf einem Park-and-Ride-Parkplatz in Flammen aufgegangen war, blieb von ihm nicht viel übrig. Weder das Lenkrad noch die Pedale oder das Handschuhfach sind noch als solches zu erkennen.

Das Auto erlitt in Folge der enormen Brandauswirkungen einen Totalschaden.

Die Ursache ist auch mehr als vier Wochen nach dem Vorfall weiterhin unklar. Es gibt allerdings nach wie vor Grund zu der Annahme, dass der Brand mutwillig herbeigeführt worden ist.

Zusammenhang zu vorheriger Straftat möglich

Bereits am 1. November hätten unbekannte Täter zwei Scheiben des Wagens eingeschlagen, sagt die Polizei Dortmund. Seitdem stand das Auto unbenutzt auf dem öffentlichen Parkplatz an der Kreuzung Kemminghauser Straße/Evinger Straße. Daher könne man einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten nicht ausschließen.

Doch nicht nur die Brandursache hinterlässt Unklarheiten. Auch der Umstand, dass das Autowrack somit seit knapp sechs Wochen anscheinend unangetastet auf dem stark frequentierten Park-and-Ride-Parkplatz steht, ist ungewöhnlich.

Ausgebranntes Auto blockiert in Dortmund seit Wochen einen Parkplatz

Der gesamte Innenraum des Autos ist den Flammen zum Opfer gefallen. Neben verschmorten Kabeln finden sich auch Glasflaschen und Verpackungsreste in dem Wagen wieder. © Marius Paul

Grundsätzlich setze das Ordnungsamt in solchen Fällen ein „ordnungsrechtliches Verfahren“ in Gang, erklärt Maximilian Löchter von der Stadt Dortmund.

„Voraussetzung ist allerdings, dass es sich bei der betroffenen Abstellfläche um eine öffentliche Wegefläche handelt.“ Das ist hier der Fall: Für die Bewirtschaftung des betroffenen Park-and-Ride Parkplatzes ist die Stadt Dortmund zuständig.

„Verantwortlich für die Entfernung ist erst einmal der Halter“

Vorrangiges Ziel sei es, das Auto sachgerecht zu entfernen. Für das Prozedere gibt es Löchter zufolge feste Regularien: „Zunächst wird die Situation vor Ort in Augenschein genommen. Verantwortlich für die Entfernung des Fahrzeuges ist zunächst einmal der jeweilige Halter.“

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Diesem setze man eine Frist und fordere ihn unter Androhung zusätzlicher Kosten auf, das Auto zu beseitigen. In akuten Gefahrenlagen könne auch eine sofortige Sicherstellung zum Tragen kommen. Wer der Halter ist, sollte der Stadt bekannt sein. Das hintere Nummernschild ist noch an dem Wagen befestigt.

Untersuchungen am Autowrack noch immer nicht abgeschlossen

Obwohl seit der erstmaligen Beschädigung des Seat mittlerweile sechs Wochen vergangen sind, werde aktuell immer noch geklärt, ob die kriminaltechnischen beziehungsweise gutacherlichen Untersuchungen abgeschlossen seien, so Löchter.

„Wird der verantwortliche Halter des Autos nicht kurzfristig ermittelt, oder ist nicht in der Lage, das Fahrzeug eigenständig zu entfernen, wird es seitens des Ordnungsamtes zeitnah sichergestellt.“

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