Ausgezeichnetes Programm: Drei Dortmunder Kinos erhalten NRW-Preis

Kultur und Freizeit

Drei bekannte Dortmunder Kinos haben den Kinoprogrammpreis NRW gewonnen und erhalten mehrere tausend Euro Preisgeld. Das haben die Betreiber mit dem Geld vor.

Dortmund

, 10.09.2020, 11:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Caren Oblinger und Kinobetreiber Erwin Rajkovcanin mit dem Logo des 30. Kinoprogrammpreis NRW im Kinosaal der ausgezeichneten Schauburg in Dortmund.

Caren Oblinger und Kinobetreiber Erwin Rajkovcanin mit dem Logo des 30. Kinoprogrammpreis NRW im Kinosaal der ausgezeichneten Schauburg in Dortmund. © Hojabr Riahi/Film- und Medienstiftung NRW

Jedes Jahr zeichnet die Film- und Medienstiftung NRW Kinos aus, die im Vorjahr mit ihrem Programm und ihrer Auswahl an deutschen und europäischen Filmen und besonderen Kinder- und Jugendfilmen überzeugen konnten.

Der 30. Kinoprogrammpreis NRW wurde in diesem Jahr wegen Corona das erste Mal digital vergeben. Unter den 74 Filmtheatern aus 46 NRW-Städten befinden sich auch drei Dortmunder Kinos: das Roxy Kino, die Schauburg und das sweet sixteen.

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Drei Dortmunder Kinos unter den Gewinnern

Sascha Kirchhoff, Geschäftsführer des Roxy Kinos an der Münsterstraße, freut sich über insgesamt 9.000 Euro, die das Kino an Prämien erhält. Doch mit dem Geld investieren kann er nicht. „Das Geld soll die Lücken stopfen, die die letzten Monate entstanden sind“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

Sascha Kirchhoff (l.) und Holga Rosen vor dem ausgezeichneten Roxy Kino in Dortmund.

Sascha Kirchhoff (l.) und Holga Rosen vor dem ausgezeichneten Roxy Kino in Dortmund. © Hojabr Riahi/Film- und Medienstiftung NRW

Etwas anders ist das bei der Schauburg. Man habe gerade erst beide Säle mit einer neuen Soundanlage ausgestattet, erzählt Programmgestalter Rajkov Canin.

Die Prämie in Höhe von 12.000 Euro wolle man jetzt nutzen, um zu sparen, „da die nächste Digitalisierungswelle in den Kinos bald vor der Tür steht“, sagt Rajkov Canin.

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Grundsätzlich sei das Preisgeld des Kinoprogrammpreises NRW dazu gedacht, die Betriebskosten zum Teil abzudecken und die Branche zu unterstützen, erzählt Peter Fotheringham, der das sweet sixteen leitet.

Da man im sweet sixteen schon vor der Verkündung der Gewinner Pläne für Renovierungen und Umbauarbeiten gehabt habe, sei das Preisgeld des Kinoprogrammpreises NRW sehr hilfreich bei diesem Vorhaben, sagt Fotheringham. Das Kino in der Immermannstraße erhält ein Preisgeld von 15.000 Euro.

Kinobetreiberin Suse Solbach und Kinobetreiber Peter Fotheringham im Kinosaal des ausgezeichneten sweet sixteen in Dortmund.

Kinobetreiberin Suse Solbach und Kinobetreiber Peter Fotheringham im Kinosaal des ausgezeichneten sweet sixteen in Dortmund. © Hojabr Riahi/Film- und Medienstiftung NRW

Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgte am Dienstag (8.9.) per Pressemeldung, unter www.kinoprogrammpreisnrw.de und per Preisträger-Video, in dem unter anderem Jella Haase, Albrecht Schuch, Liva Lisa Fries, Detlev Buck und viele mehr Grußbotschaften an die NRW-Kinos sendeten.

Bisher höchste vergebene Prämiensumme

„Zum 30. Kinoprogrammpreis feiert NRW seine Kinobetreiber mit der höchsten Prämiensumme, die die Film- und Medienstiftung bis dato vergeben hat. Wir hoffen, dass wir so gerade jetzt dazu beitragen können, dass Kinobetreiber die aktuellen Herausforderungen meistern können“, sagt Petra Müller,

Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

Die 74 ausgezeichneten Filmtheater aus NRW können sich über Prämien in Höhe von insgesamt 900.000 Euro freuen. Bereits im März wurde eine Corona-Soforthilfe in Höhe von 310.000 Euro nach der bundesweiten Kinoschließung an die Preisträger des Vorjahres ausgezahlt.

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