Auto-Poser am Phoenix-See: CDU fordert radikale Maßnahmen

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Die Hörder CDU-Fraktion will dafür sorgen, dass die Anwohner am Phoenix-See wieder zur Ruhe kommen. Sie schlägt radikale Maßnahmen gegen die Auto-Poser vor.

Hörde

, 18.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohner laufen Sturm, an Wochenenden ist die Polizei im Dauereinsatz, um die Szene aus Auto-Tunern, Rasern und sogenannten Posern am Phoenix-See zu kontrollieren. So kann es nicht weitergehen, meint die CDU in der Bezirksvertretung Hörde.

Jetzt haben sich Fraktionssprecher Michael Depenbrock und der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Sascha Mader an der Phönixseestraße getroffen, um mögliche Maßnahmen vor Ort zu erörtern.

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„Nachdem sich wiederholt Anwohner beschwert haben und die Situation zuletzt nur noch durch starke Polizeipräsenz beruhigt werden konnte, müssen nun zeitnah verkehrspolitische Maßnahmen vorgenommen werden“, formuliert Depenbrock in einer Pressemitteilung.

Wohngebiet soll angemessen geschützt werden

Auch Sascha Mader äußerte sein Unverständnis darüber, warum Auto-Poser ihrer Freizeitbeschäftigung unbedingt auf Kosten der Anwohner nachgehen müssten. „Das ist ein Wohngebiet, und das muss auch berücksichtigt werden“, sagt Mader. „Ich habe wenig Verständnis für Menschen, die nur um Krach zu machen und die Schönheit ihrer Autos zu zeigen, Anwohner darunter leiden lassen.“ Mader unterstrich, dass nur ein einheitliches Vorgehen von Rat und Bezirksvertretung zielführend sein kann.

Die Hörder CDU-Fraktion hat in der Sitzung der Bezirksvertretung am 16. Juni einen Antrag eingebracht, in dem sie die Verwaltung zur Prüfung verschiedener Maßnahmen auf ihre Machbarkeit und Zielführung auffordert.

Die Fraktion schlägt unter anderem eine Sackgassen-Regelung oder verkehrsberuhigende Einbauten oder Aufpflasterungen vor. Auch eine Einbahnstraßenregelung hält die CDU für denkbar sowie temporäre Zufahrtsbeschränkungen.

Die BV-Mitglieder unterstützten einheitlich den Antrag, diese Maßnahmen zu prüfen.

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Sascha Mader betont, dass auch die Anwohner gerne ihre Vorschläge an die CDU melden könnten. Die Politiker sind sich einig, dass der Zustand über die Sommermonate nicht tragbar ist. „Auch wenn der Phönix-See zur Freizeitgestaltung zur Verfügung steht, handelt es sich schließlich immer noch um ein Wohngebiet“, so Mader.

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Depenbrock betont: „Wir haben hier in Hörde eine Möglichkeit zur urbanen Freizeitgestaltung und gleichzeitigem Wohnen mit mediterranem Flair geschaffen, das dürfen wir uns nicht durch einige Personen mit einer übersteigerten Geltungssucht kaputt machen lassen.“

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