Autofahrer liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Polizei Dortmund

Nachdem ein Fahrer über eine rote Ampel fuhr, nahm die Polizei die Verfolgung auf – unwissend, dass sie später noch mehrere weitere Straftaten feststellen würde.

Dortmund

20.07.2020, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Sonntagabend (19. Juli) ist den Zivilkräften der Dortmunder Polizei ein Autofahrer aufgefallen, der zunächst rote Ampeln missachtete, fortlaufend seine Geschwindigkeitslimits missachtete und sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit den Beamten lieferte.

Verfolgungsjagd durch die Innenstadt

Demnach sei das Fahrzeug aufgefallen, als es gegen 22.15 Uhr auf dem Wambeler Hellweg bei Rot abbog, berichtet die Polizei Dortmund. Zivile Beamte haben sich daher entschlossen, dem Wagen zu folgen. Während der Fahrt habe das verfolgte Fahrzeug mehrfach die Geschwindigkeit stark gewechselt. Nach weiteren gefährlichen Fahrmanövern hätten dann die Einsatzkräfte versucht, den Wagen anzuhalten.

Jetzt lesen

Der Fahrer sei dem aber nicht sofort nachgekommen. Erst auf Höhe der städtischen Kliniken sei das Fahrzeug zum Stehen gekommen. Als die Beamten an den Wagen herantraten, soll der Fahrer Gas gegeben haben und mit durchdrehenden Reifen am Wagen wieder geflüchtet sein.

Flucht zu Fuß

Die Flucht habe rasch an der Lindemannstraße geendet, wo das Auto gestoppt worden sei und alle Insassen, zwei Männer und eine Frau, in unterschiedliche Richtungen geflüchtet seien. Jedoch seien alle von der Polizei festgenommen worden.

Jetzt lesen

Bei der Festnahme habe der Beifahrer, ein 40-jähriger Mann aus Kreuztal, Widerstand geleistet. Dabei soll er leichte Verletzungen erlitten haben, die in einem Krankenhaus behandelt wurden.

Einbruchswerkzeug, Sturmhauben und ein Schlagstock

Der Fahrer, ein 36-jähriger Bremer, und seine 41-jährige Beifahrerin haben sich ohne Widerstand festnehmen lassen. Den Ergebnissen der Ermittlungen zufolge war der 36-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und soll offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben. Im Auto seien die Beamten zusätzlich auch auf mutmaßliches Einbruchswerkzeug, Sturmhauben und einen Schlagstock gestoßen. Der Wagen sei daraufhin sichergestellt worden.

Alle Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und zur nächsten Wache gebracht. Dort habe man auch die Entnahme von zwei Blutproben angeordnet. Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft hätten aber nicht vorgelegen.

Gegen den Fahrer ermittelt die Polizei nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Gegen den Beifahrer wurde ein Verfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt