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Awo strickt zum 100-Jährigen Schals gegen die soziale Kälte

hzStrickaktion

Zum 100-jährigen Bestehen hat sich der Awo-Bezirk Westliches Westfalen etwas einfallen lassen. Es sollen Schals gestrickt werden. Der Erlös kommt einem sozialen Zweck zugute.

Husen

, 16.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Awo-Begegnungszentrum am Kühlkamp in Husen gibt es einen Tisch auf dem sich haufenweise Schals stapeln. Sie gehören zur Aktion „Schals gegen die soziale Kälte“ des Awo-Bezirks Westliches Westfalen. „Wir haben überlegt“, berichtet Vorsitzende Gerda Kieninger, „was wir zu unserem 100-jährigen Bestehen am 30. und 31. August machen können und sind schließlich auf die Idee mit den Schals gekommen.“

Viele Awo-Mitarbeiterinnen und -Besucherinnen stricken

Das habe schon allein deshalb nahegelegen, weil viele Awo-Besucherinnen und -Mitarbeiterinnen ohnehin sehr viel stricken. Auch sie selbst mache das gerne, so Kieninger. Und Sprecherin Cordula von Koenen ergänzt, ursprünglich habe man die Idee gehabt, einen einzigen kilometerlangen Schal zu stricken. Aber der hätte dann nach der Aktion keinen Nutzen mehr gehabt. Das sei nun mit den vielen einzelnen Schals ganz anders. Sie sollen bei der Jubiläumsfeier gegen eine Spende abgegeben werden. Wieviel man bezahlen müsse, wolle sie bewusst offen lassen, sagt Cordula von Koenen. Wer wenig Geld habe, gebe eben wenig, wer mehr zur Verfügung habe, könne vielleicht einen Zehner erübrigen. Anschließend soll das Geld den Dortmunder Obdachlosen-Organisationen zugute kommen: dem Gasthaus, Bodo und dem Reinoldi-Obdachlosen-Café.

Idee wieder verworfen

Und noch eine Idee haben die Awo-Mitarbeiterinnen mittlerweile wieder verworfen. Sie wollten die entstandenen Schals zusammenknüpfen und um den ganzen Wall herum spannen. Doch dazu wird es nun nicht kommen, weil dafür der Wall gesperrt werden müsste. Und das ist utopisch. Nun möchte Gerda Kieninger wenigstens die Strecke von der Awo an der Klosterstraße bis zur Friedenssäule schaffen. Möglicherweise könne man die Schals mit Wäscheklammern zu diesem Zweck zusammenklammern und das Ganze dann mit einer Drohne filmen, sagte sie am Dienstag.

Aktion findet große Resonanz

Ob wirklich genügend Schals dafür zusammenkommen, ist noch unklar - aber zumindest in einigen Begegnungsstätten seien schon jetzt jede Menge Schals gestrickt worden: in Husen etwa 60 und in Kirchderne rund 70. Außerdem sei der Bezirk westliches Westfalen groß, so Kieninger. Dazu gehören auch Bochum, Essen oder der Hochsauerlandkreis. Und für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein: Manche Stücke sollen warm halten, andere - zum Beispiel aus Menschengarn - dienen allein der Dekoration.

Wer mitmachen will, ist dazu herzlich eingeladen. Fertige Schals können bis Mitte August im Unterbezirk Dortmund abgegeben oder dorthin geschickt werden: Klosterstraße 8-10, 44135 Dortmund. Weitere Infos gibt‘s unter Tel. 9934-310.

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