Ausbau auf sechs Spuren

B1 in Dortmund wird Großbaustelle: Termin für den Baustart steht

Auf Staus müssen sich Autofahrer bald auf der B1 im Dortmunder Osten einstellen. Die viel befahrene Bundesstraße wird auf sechs Spuren ausgebaut. Jetzt steht fest, wann die Großbaustelle beginnt.
Der Blick von der schon neugebauten Brücke am Buddenacker auf die B1: Hier wird die Bundesstraße bis 2026 auf sechs Spuren ausgebaut. © Oliver Volmerich

Geplant wird schon seit vielen Jahren. Und auch erste Vorarbeiten sind in den vergangenen drei Jahren schon erledigt worden – von Rodungsarbeiten am Straßenrand und Lärmschutzwänden in Holzwickede bis zum Neubau von zwei Brücken. Sie setzen schon den neuen Standard für den Ausbau der B1 auf sechs Spuren.

Federführend ist die „Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH“, kurz Deges, die zurzeit auch den Ausbau der B236 in Richtung Schwerte vorantreibt.

Jetzt habe sie den Auftrag zum Ausbau der viel befahrenen Bundesstraße 1 zur Autobahn A 40 vergeben, teilt die Deges mit – genauer gesagt für das Kernstück des Bauprojekts mit dem Abschnitt zwischen Marsbruchstraße in Aplerbeck und der Brücke „Kurze Straße“ Holzwickede kurz hinter der Ausfahrt am Flughafen.

Der Zuschlag ging nach einer europaweiten Ausschreibung an eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus der Stuttgarter Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH und dem Bauunternehmen Friedrich Rempke aus Hagen.

Zeitpunkt für Baustart steht

Fest steht auch, wann die Arbeiten beginnen sollen: Der Baustart für den 85 Millionen Euro teuren ersten Bauabschnitt ist jetzt für Anfang Oktober geplant, also etwa später als angekündigt. Zuletzt war der Baustart bis Juli avisiert worden.

Angesichts der langen Bauzeit wird diese Verzögerung aber kaum ins Gewicht fallen. Für die gesamte Strecke rechnet die Deges mit einer Bauzeit bis Mitte 2026.

Die heutige B1 wird in dieser Zeit auf eine Länge von rund 9,5 Kilometern ausgebaut und damit zu einem weiteren Teilstück der Autobahn 40. Statt der bisher vier Fahrstreifen gibt es dann sechs Fahrstreifen – drei für jede Richtung – plus Standstreifen.

„Ziel ist es, den Verkehrsfluss auf der vielbefahrenen Strecke zu verbessern und den Anforderungen der wachsenden Ruhr-Metropole Dortmund gerecht zu werden“, teilt die Deges mit. Dies habe „positive Auswirkungen auf die Fahrzeiten von Berufspendlern und ebenso auf die Wirtschaftsverkehre“.

Brücken werden ersetzt oder erneuert

Zu den besonderen Herausforderungen gehört, dass neben der Verbreiterung der Fahrbahn in Richtung Norden insgesamt zwölf Brücken ersetzt oder erneuert werden müssen – der Anfang wurde schon am Buddenacker zwischen Aplerbeck und Asseln und an der Kurze Straße in Holzwickede gemacht.

Jetzt beginnt der eigentliche Streckenausbau, bei der die B1 in Richtung Norden verbreitert wird. Die erste Bauphase mit der Strecke in Fahrtrichtung Dortmund soll laut Deges voraussichtlich bis Ende 2023 dauern. In dieser Zeit fließt der Autoverkehr auf der B1 in beiden Richtungen zweispurig über verengte Fahrstreifen.

Zu den ersten Arbeiten gehört der Bau der Lärmschutzwände, für die der Auftrag an das Bauunternehmern Johann Bunte aus Papenburg vergeben wurde.

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