Badeverbot für einige Stunden aufgehoben: PSD-Triathlon zum zweiten Mal am Phoenix-See

hzTriathlon am Phoenix-See

Wenn zu einem Ereignis am Phoenix-See in Hörde mehrere Tausend Besucher erwartet werden, bahnt sich etwas Großes an. Aus sportlicher Sicht ist dies so, aber es gibt Beeinträchtigungen.

Hörde

, 13.06.2019, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberbürgermeister Ullrich Sierau muss passen. Eigentlich wollte der 63-Jährige in einer Staffel am 30. Juni beim 18. PSD-Bank-Triathlon an den Start gehen, als Schwimmer. Doch der Radfahrer machte schlapp. Also wird nichts aus dem persönlichen Wassertest im Phoenix-See. Der ist zum zweiten Mal in seiner Geschichte für ein paar Stunden für die Teilnehmer des Triathlons freigegeben. Nicht der ganze See, sondern nur ein kleiner Rundkurs im Bereich des Hafenbeckens und der Kulturinsel. Rund 1,5 Kilometer sind es - aus ökologischen Gründen.

Badeverbot für einige Stunden aufgehoben: PSD-Triathlon zum zweiten Mal am Phoenix-See

So sah es beim Start 2017 am Phoenix-See aus © Tri-Geckos

Eine Ausnahmesituation, wie alle Beteiligten der eigens für den Triathlon anberaumten Pressekonferenz noch einmal unterstrichen. „Das Wasser ist schwimmbar“, sagt Martin Gähner, Vorsitzender der Tri-Geckos, die wieder diesen sportlichen Wettkampf im Zentrum von Hörde auf die Beine stellen.

Wasserqualität entspricht den Vorgaben

„Schwimmbar“ heißt, die Wasserqualität entspricht den Vorgaben für solche Art von Wettkämpfen, mehr nicht. Eine Freigabe als Badesee würde nicht funktionieren. Aber die Diskussion hätte es ja schon des Öfteren gegeben und nun müsse auch gut sein, so Oberbürgermeister Sierau.

Also werden am 30. Juni (Sonntag) über 2000 Sportlerinnen und Sportler in Hörde erwartet - Teilnehmerrekord, wie die Organisatoren bestätigen. Von Schüler- und Jugendwettkämpfen über Staffelentscheidungen bis hin zur olympischen Strecke. Von 9 Uhr morgens bis ca. 16 Uhr nachmittags wird in Hörde gelaufen, geschwommen und geradelt.

Beeinträchtigungen für die Anwohner sollen gering gehalten werden

Und die Veranstalter versuchen alles, die Beeinträchtigungen im Hörder Ortskern so gering wie möglich zu halten. Schon 2017, bei der Premiere des Triathlons am Phoenix-See, habe das ganz gut geklappt, so die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Petra Kamolla. Sie werde zum Anfeuern an des See kommen - versprochen.

Badeverbot für einige Stunden aufgehoben: PSD-Triathlon zum zweiten Mal am Phoenix-See

Ein Foto vom letzten Triathlon in Hörde. Vor der Burg sind Ziel und die Wechselmarken. © Jörg Bauerfeld

Die, die sonst noch kommen werden (erwartet werden rund 10.000 Besucher) sollten, wenn möglich die U-Bahn zur Anfahrt zum See nutzen. Auch die Busse fahren, wenn auch teilweise über neue Strecken. Der Grund liegt hierfür nicht an einer Baustelle, sondern an den Radfahrern, die am Triathlon teilnehmen. Die 6,5 Kilometer lange Radstrecke, die vom Phoenix-See in Richtung Phoenix-West und wieder zurück führt, quert zweimal die Faßstraße.

Faßstraße für 7 Stunden gesperrt

Die ist entsprechend am Veranstaltungstag auch gesperrt. Zwischen der Einmündung zur Weingartenstraße im Norden und dem Stiftsplatz im Süden. Die Umleitungen gehen über die Straße Am Remberg (beidseitig befahrbar) und die Hermannstraße, die aufgrund der Baustelle nur aus östlicher Richtung (Aplerbeck) befahrbar ist.

Badeverbot für einige Stunden aufgehoben: PSD-Triathlon zum zweiten Mal am Phoenix-See

Links ist gut die Sperrung der Faßstraße zu erkennen. Von 9 bis 16 Uhr führt dann die Umleitung (von Nord nach Süd) um den Hörder Ortskern über die Straße Am Remberg und die Hermannstraße, die aber nur von Ost nach West befahrbar ist (Baustelle) , © Grafik Klose

Für gut sieben Stunden wird mit den Einschränkungen gerechnet. Damit sich die Besucher und die Teilnehmer bei der Anfahrt zum See nicht in die Quere kommen, gibt es extra Parkplätze für die, die den sportlichen Wettkampf suchen. Der Veranstalter, die Tri-Geckos, haben dafür die Parkplätze am Goystadion, bei Hammer an der Märkischen Straße und am Hörder Bahnhof ausgesucht. Nur hier dürfen die Athleten ihre Fahrzeuge abstellen.

Extraparkplätze für Sportler

„Die wenigen Parkplätze rund um den See wollen wir für die Besucher frei halten“, sagt Martin Gähner. Der ist im Übrigen froh, dass der Triathlon in diesem Jahr am Phoenix-See stattfinden. Die sportliche Veranstaltung, die ja bekanntlich wechselweise in Hörde und im Fredenbaumpark stattfindet, hätte wohl im Dortmunder Norden in diesem Jahr unter keinem guten Stern gestanden. Denn im Fredenbaumpark treibt der Eichenprozessionsspinner sein Unwesen.

Aufgrund des starken Befalls durch die gesundheitsgefährdenden Insekten ist der Park auch zurzeit gesperrt. Ob hier ein Triathlon-Wettkampf durchführbar gewesen wäre, ist mehr als fraglich.

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