Bahnbrücke geht in Rente

15.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bahnbrücke geht in Rente

<p>Bis Anfang Februar ist die Leuthardstraße im Bereich der Eisenbahnbrücke gesperrt, die erneuert wird. Menne</p>

Fast 100 Jahren hatte sie auf dem Buckel. Kein Wunder, dass sie da unter Altersschwäche litt. Jetzt kommt die Ablösung: Die alte Eisenbahnbrücke an der Leuthardstraße von 1909 wird in den nächsten Wochen durch eine moderne Stahlbetonbrücke ersetzt.

Entstanden war das altehrwürdige Bauwerk vor gut 100 Jahren im Zuge des damaligen Ausbaus des Bahnknotenpunkts Dortmund. Damals wurde nicht nur ein neuer, prachtvoller Hauptbahnhof gebaut, der 1910 Eröffnung feierte, sondern auch die bislang ebenerdige Gleisstrecke auf einen Bahndamm gelegt. Die großen Schranken-Übergänge an Burgtor und Bornstraße, die bis dahin bei durchfahrenden Zügen geschlossen waren, hatten nämlich für große Probleme im wachsenden Großstadtverkehr gesorgt.

Dass die Brücke nun ersetzt wird, ist eigentlich längst überfällig. Wegen ihrer Baufälligkeit galt bereits eine Tempo-Beschränkung für den Zugverkehr. Kein Problem für die Personenzüge, die für die Einfahrt in den nahen Hauptbahnhof ohnehin abbremsen müssen, aber für den durchfahrenden Güterverkehr. Die Langsamfahrstelle sorgte denn auch dafür, dass der Güterverkehr zuletzt meist auf andere Strecken in Dortmund auswich, wie Bahnsprecher Gerd Felser auf RN-Anfrage erläuterte.

Mit der neuen Brücke könnte damit Schluss sein. Das neue Bauwerk für insgesamt fünf Gleise wurde in zwei Teilen vorbetoniert und wird an zwei Wochenenden Ende Januar und Anfang Februar eingeschoben. Für den Bahnverkehr von und zum Hauptbahnhof gebe es dadurch keine Einschränkungen, betont Felser.

Die gibt es aber für die darunter liegenden Leuthardstraße: Seit diesem Montag ist sie im Brückenbereich nicht nur wie zuletzt für den Autoverkehr, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer komplett gesperrt. Die Vollsperrung dauert voraussichtlich bis zum 8. Februar. Bis dahin ist eine Umleitung über die Münsterstraße bzw. Bornstraße ausgeschildert.

Für die alten Bahnbrücken über die Bornstraße und am Burgtor ist laut Felser bis auf weiteres übrigens keine Sanierung oder ein Ersatz vorgesehen. Oli

Lesen Sie jetzt
Halterner Zeitung Weg an den Westfalenhallen

Im Namen von 8000 Dortmundern: 33 Organisationen fordern Erhalt der Abkürzung zum BVB-Stadion