Bandidos-Präsident besteht darauf, dass ein verdeckter Ermittler vor Gericht erscheint

hzRocker-Prozess

Im Prozess gegen einen Mitglied der Bandidos aus der Nordstadt haben die Bochumer Richter einen verdeckten Ermittler geladen. Die Initiative dazu war von einem Angeklagten ausgegangen.

Dortmund/Bochum

, 15.10.2019, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jetzt könnte es im Bochumer Rockerprozess noch einmal interessant werden. Die Richter haben einen verdeckten Ermittler der Polizei als Zeugen geladen. Darauf hatte der „Bandidos-Präsident“ bestanden. Ob er tatsächlich kommen wird, ist jedoch unklar.

Als Termin ist der 26. November vorgesehen. Das letzte Wort hat jedoch das NRW-Innenministerium. Die Richter gehen davon aus, dass zum Schutz des Beamten eine so genannte Sperrerklärung eintreffen wird.

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„Dann sind uns erst einmal die Hände gebunden“, erklärte Volker Talarowski, Pressesprecher des Bochumer Landgerichts. Es gebe allerdings Auswege. Möglich sei beispielsweise eine Video-Vernehmung mit Stimmen-Verzerrer, bei der die Identität geheim bleibe.

Der Beamte soll sich telefonisch bei einem der Rocker gemeldet, sich als Mitwisser ausgegeben und Schweigegeld gefordert haben. Damit sollte offenbar Nervosität unter den nun Angeklagten ausgelöst werden, die damals noch auf freiem Fuß waren.

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Den fünf Bandidos - darunter auch ein 27-jähriger Dortmunder - wird vorgeworfen, vor rund einem Jahr in Herne ein Mitglied des Motorradclubs „The Living Dead Nomads“ zusammengeschlagen zu haben. Der 54-Jährige ist seitdem ein Pflegefall. Er sollte laut Anklage dafür bestraft werden, dass er mit Kutte und Motorrad durch selbsternanntes „Bandidos-Gebiet“ gefahren war.

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