Banken haben das letzte Wort

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DORTMUND Der DVD-Pionier e-m-s muss Kosten schrubben. Grund: Die börsennotierte Firma schreibt rote Zahlen. Doch auch der Abbau von 24 Arbeitsplätzen, wie jetzt auf einer außerordentlichen Versammlung angekündigt, könnte am Ende nicht reichen. Nur wenn auch die Banken mitspielen, hat e-m-s eine Zukunft.

von Von Achim Roggendorf

, 05.11.2007 / Lesedauer: 3 min
Banken haben das letzte Wort

Scheint mit seinem Latein am Ende: »Pfeifenraucher« Werner Wirsing.

„Es geht ums Überleben“

Dabei hatte Wirsing auf der außerordentlichen Hauptversammlung, die aus Kostengründen in einer Lagerhalle der Firma Hecker stattfand, noch versucht, die Aktionäre auf seine Seite zu ziehen. „Es geht ums Überleben“, beschönigte er nichts. Als Schuldige hatte Wirsing neben der beinharten Konkurrenz auch die Elektronikketten Saturn und Media-Markt ausgemacht. Um Kunden in die Geschäfte zu locken, verramschten sie die DVDs zu Billigpreisen. Um das Ruder noch herumzureißen, kündigte Wirsing einen harten Sanierungskurs an („Unsere Strategie heißt schrumpfen“), der auch betriebsbedingte Kündigungen vorsieht. 24 von 74 Mitarbeitern müssen danach gehen, zudem müssen drei von sechs Aufsichtsratsmitglieder ihren Hut nehmen. Dem besagten Kleinanleger reichte das aber nicht aus.

Schwierige Verhandlungen

„Sie erzählen uns nur bla bla“, forderte er Wirsing lautstark heraus. Doch der e-m-s-Chef wollte sich nicht aus der Reserve locken lassen. „Was wollen Sie hören? Soll ich Ihnen sagen, dass alles gut wird? Das kann ich nicht“, wollte Wirsing den schwierigen Verhandlungen mit den Banken, bei denen die Firma in der Kreide steht,  nicht vorgreifen. Als ob das nicht schon genug ist, kündigte er für Mitte 2008 auch seinen Rücktritt als Firmenlenker an. Mit Markus Lajain glaubt Wirsing bereits einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben. Lajain arbeitete für jenes Beratungsunternehmen, das bei e-m-s noch bis Oktober nach Einsparpotenzialen gesucht hat.

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