Vollsperrung am Luisenglück: Anwohner und Unternehmen ärgern sich über Verkehrschaos

hzBaustelle Luisenglück

Das Luisenglück in Barop verbindet die beiden wichtigsten Hauptstraßen im Ort. An seinem nördlichen Ende bereitet eine Vollsperrung Anwohnern und Betrieben Probleme.

von Marc Dominic Wernicke, Anika Hinz

Barop

, 11.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der nördliche Abschnitt der Straße Luisenglück in Barop ist in diesen Tagen weitgehend autofrei: Seit einer Woche ist der Anschluss an die Stockumer Straße aufgrund von Tiefbauarbeiten komplett gesperrt. „Das hat mich ziemlich überrascht, als ich zum Einkaufen zum Kaufland fahren wollte“, berichtet Jürgen Hühn. Der Dortmunder wohnt am nahegelegenen Krückenweg und ist durch die Baustelle direkt betroffen: „Ich musste dann den Umweg über die Baroper Bahnhofstraße fahren und kann mir vorstellen, dass das auch viele andere betrifft.“

Ansässige Unternehmen ebenfalls betroffen

Neben Anwohnern aus Barop bekommen auch einige der angrenzenden Unternehmen den Ausfall der Direktverbindung zwischen der Stockumer Straße und Harkortstraße, den beiden wichtigsten Hauptstraßen im Ort, zu spüren: „Unsere Mitarbeiter und Kunden parken auf dem Schotterplatz, der sich nun hinter der Absperrung befindet. Andere geeignete Parkplätze gibt es hier kaum und so müssen wir im Extremfall durch halb Hombruch fahren, um Orte im Bereich der Stockumer Straße zu erreichen“, schildert die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes direkt an der Ecke vor der Sperrung.

Vollsperrung am Luisenglück: Anwohner und Unternehmen ärgern sich über Verkehrschaos

Mitte Mai hat Kaufland auf der Baustelle noch nicht auf Umleitungen hingewiesen. Damals war zumindest der Weg zur Stockumer Straße noch frei. © Anika Hinz

Besonders ärgere sie sich darüber, dass es seit Ostern keine sichtbaren Fortschritte an der Baustelle gegeben habe. Zu jener Zeit sei das Luisenglück zumindest noch auf einer Spur komplett durchfahrbar gewesen. „Die Vollsperrung kam dann ganz plötzlich vor einer Woche. Das hatte auch zur Folge, dass hier bis jetzt (7. Juni) der Müll nicht geleert worden ist“, sagt sie. Ebenfalls von der Baustelle betroffen ist das Café Mack, welches sich am unteren Teil des Luisenglücks in unmittelbarer Nähe zur Harkortstraße befindet. Ein Auszubildender des Betriebs erzählt vom Ärger der Kunden, weist aber auch daraufhin, dass zumindest der Lieferverkehr nicht beeinträchtigt sei.

Das steckt hinter der Baustelle

Laut Angaben der Stadt Dortmund besteht die Baustelle am Luisenglück seit dem 5. April. Damals war die Ausfahrt zur Stockumer Straße noch frei, der Ärger bei den Anwohnern jedoch bereits vorhanden. Vor allem die Tatsache, dass offenbar niemand dort zu arbeiten schien, sorgte für Unmut. Eine anschließende Nachfrage bei der DEW21 bewies jedoch das Gegenteil.

Ende in sicht

Baustelle soll noch im Juni verschwinden

Stadtsprecher Christian Schön teilte am 21. Mai mit, dass die Arbeiten am Luisenglück zum 7. Juni abgeschlossen sein sollen. Diese Angabe wurde von Jana-Larissa Marx, Pressesprecherin der DEW21, am 23. Mai wiederlegt. Damals hieß es, „die Maßnahme – inklusive Wiederherstellung der Oberfläche – soll voraussichtlich Mitte Juni abgeschlossen werden.“ Ob dem wirklich so sein wird, bleibt abzuwarten.

Jana-Larissa Marx, Pressesprecherin des Unternehmens, teilte mit, dass an der Kreuzung Luisenglück / Stockumer Straße „umfangreiche Arbeiten im Gashoch- und Gasniederdrucknetz“ durchgeführt wurden. Da diese unter der Erde stattfanden, war oberflächlich nichts von den Arbeiten zu sehen. Im Anschluss kam es im Mai aber tatsächlich zu Verzögerungen, als Sicherheitsnachweise zur Überprüfung der Gasleitungen fehlten. Diese lagen laut Marx aber ab dem 28. Mai vor, so dass die Arbeiten fortgesetzt werden konnten.

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