Bei der Sonntagsfrage geht es nicht ums Brötchenholen

hzGlosse: Wenn Sie Günna fragen...

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Der BVB und die Oberbürgermeister-Wahl.

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 29.05.2020, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, weil die ganze Welt nur noch übba Corona redet verliert man leider andere wichtige Themen schomma aussem Auge. Wie imma wenns drauf ankommt hat Brussja ma widda grosses Fracksausen bekommen und im Geister-Topspiel vergessen datte wenne mitte großen Hunden pinkeln willz dafür dann auch ma dat Bein heben muss.

Mutloser Angsthasen-Kick wie von schwarzgelbe Schattenwesen liess auch die letzten Hirngespinste einer spannenden Liga aussem Wunschdenken entschwinden und auch wenn alle dat gewisse Gefühl hatten dat echt mehr drin war vergassen selbs die Herren ausse Scheffetage später sich darübba ma aufzuregen.

Bei der Wahl läuft es wie mit Küchenputzen und Netflix

Mitte Zielrichtung „Zweiter“ iss dat neue „Erster“ und Achselzucken gewinnste keinen Blumentopf und wie dat iss merken auch die OB-Kandidaten und ihre Parteien grade denn nur die Hälfte der Doatmunda weiss noch dat im September Wahltach im Städtchen iss.

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Und als ob dat noch nich schon genuch wär kennt auch kaum einer die Kandidaten fürs OB-Amt und dat zeigt dat Politik in Coronazeiten schon komplett inne Wirrklichkeit angekommen iss. Inne Zeitung stand dat Wahlforscher losgezogen sind und die berühmte Sonntachsfrage stellen sollten abba die Leute dachten woll alle dat es darum ging wer denn die Brötchen holen muss anstatt welche Partei man wählen würde und dat konntes du dann deutlich inne Ergebnisse ablesen.

Laut Umfrage gibt es nur ne Two-Men-Show ums Rathaus obwohl etwa 10 Bewerber im Rennen sind doch wenne keinen davon kennz isses wie beide Wahl zwischen Keller aufräumen und Küche putzen wo du dich am Ende für Netflix kucken aum Sofa entscheides weil du dein Po nich hochkriegst.

Merkt es jemand, wenn Sierau einfach im Amt bleibt?

Solange dat Virus uns noch kirre im Kopp macht bleiben wir woll weiter vom eigenen Antrieb her wie tiefgefroren und der innere Wahlomat zum Wählengehen klemmt. Fest eingerostet im Popilot-Modus. Ich bin ja von Haus aus kein Wahlmuffel und weiss auch datte Politiker aussem gleichen Grund wie Windeln öfter wechseln sollz und weil wir in Deutschland anders als in Erdoganien und Putinesien mit ihre Deppokratie sogar echte Auswahl ham sollte trotz Krisengedöns im Hirn wirklich keiner den Tach der Wahl-Urne verdrängen odda vergessen.

Hömma, Fritz, elf Jahre führte unsa Obbasierau als Meisterbürger die Stadtspitze und vielleicht sollta als ne Art verlässliche Konstante den Job einfach weitermachen bis die Welt ma halbwegs widda in Ordnung iss. Wie man sieht kriegt dat sowieso kaum einer mit. Prost.

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