Bei der Flüchtlingshilfe der Christus-Gemeinde Lütgendortmund spielt Religion keine Rolle

hzFlüchtlingshilfe der Christus-Gemeinde

Geht es um die Flüchtlingshilfe im Stadtbezirk Lütgendortmund, ist die Evangelische Christus-Gemeinde sehr aktiv. Beim Kirchentag gewährt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Lütgendortmund

, 28.05.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Flüchtlingshilfe ist eine Arbeit, die häufig recht unbemerkt geschieht. Dabei stecken eine Menge engagierter Menschen dahinter, die Woche für Woche in ihrer Freizeit ehrenamtlich helfen. So auch in der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde Lütgendortmund.

Ob in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch, dem Lütgendortmunder Willkommensbüro der Stadt, oder auch allein: Die Integration der neuen Mitbürger spielt eine große Rolle. Keine Rolle spielt, welcher Religion die Neuankömmlinge angehören. So soll es auch beim Evangelischen Kirchentag sein.

Dieser beginnt am 19. Juni (Mittwoch) mit einem Abend der Begegnung. „An diesem Abend, von 18.30 bis 22.30 Uhr, werden wir auch in der Innenstadt dabei sein“, berichtet Pfarrer Michael Mertins. „Direkt am Pylon auf dem Willy-Brandt-Platz haben wir eine ganz zentrale Stelle für unseren Stand bekommen“, berichtet er. „Ganz in der Nähe der zentralen Bühnen“.

Kurdische und iranische Musik

Zwei Pavillons und eine Minibühne stehen der Gemeinde zur Verfügung. „Wir werden Bierzeltbänke aufstellen und hoffen, dass es viele Begegnungen gibt“, so Mertins, der neben vielen Vertretern der Gemeinde auch eine Band mitbringt. Sie will kurdische und iranische Musik spielen.

Natürlich hofft der Gemeindepfarrer darauf, dass es zum Austausch mit möglichst vielen Menschen, auch aus anderen Bundesländern, kommt, die sich ebenfalls aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren. Und natürlich wollen die Lütgendortmunder ihre Arbeit vorstellen. So sind Flüchtlingspaten dabei, ebenso Vertreter aus der Kleiderkammer oder der Teestube International.

Auch Geflüchtete kommen zu Gesprächen an den Gemeindestand

„Wir zeigen auch Bilder von unserer Arbeit auf farbigen Fotokartons. Und wir bringen Menschen mit, die von ihren Erfahrungen berichten“, sagt Mertins. Dabei sind die Helferinnen und Helfer der Gemeinde sowie Geflüchtete. „Unter ihnen auch eine Familie, der die Gemeinde Kirchenasyl gewährt hat“, berichtet Mertins.

Es besteht also genügend Raum für interessante Gespräche. „Ich habe die Abende der Begegnung der Kirchentage immer erlebt, wie den Besuch der Südtribüne im Siglan-Iduna-Park. Man trifft, auch weil diesen Abend jeder Mensch auch ohne Kirchentagsticket besuchen kann, die unterschiedliche und interessantesten Leute. Und man trifft garantiert auch immer wieder jemanden, den man schon Jahre lang nicht mehr gesehen hat. Mal sehen wer es diesmal ist“ , freut sich Mertins schon jetzt auf den Kirchntags-Auftakt.

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