Beim Live-Auftritt der Pop-School zeigten Dortmunds Schulbands ihr Können

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Die Pop-School im Fritz-Henßler-Haus hat am Wochenende zum zweiten Mal ihr Live-Festival gestartet. Die Songs, die die vier Schulbands vorgetragen haben, wurden in einem Workshop erarbeitet.

von Alexandra Wachelau

Innenstadt

, 19.05.2019, 18:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Fritz-Henßler-Haus (FHH) ist schon Stunden vor der Aufführung voller Schüler. Der Soundcheck läuft, im Backstage-Bereich wird das Catering geplündert. Martin Peitz, seit vergangenem Dezember Leiter der Pop-School Dortmund, freut sich auf den Abend: „Das Festival wurde letztes Jahr bereits sehr gut angenommen, ich denke, dass das auch dieses Jahr der Fall sein wird“, sagt er.

In einem eintägigen Workshop im März wurden die Schulbands von jeweils vier Dozenten der Pop-School gecoacht. Darunter sind unter anderem der Schlagzeuger von Sasha, Sven Petri, und Gitarrist André Tolba. „Dieses Jahr war es sogar so, dass eine der Schulbands ein Lied von ‚Dick Brave & The Backbeats‘ vorbereitet hatte – und dann André Tolba als Dozenten zugewiesen bekamen“, sagt Martin Peitz, „der konnte der Gruppe als Bandgründer natürlich zeigen, wie man das Stück richtig spielt.“

Die Schwerpunkte, die bei dem Coaching ausgelegt wurden, waren dabei genauso unterschiedlich wie die Bands. Peitz betont, dass sie mit dem Programm vor allem Auftrittsmöglichkeiten für die Schüler beschaffen wollten.

Schulband keine typische Pop-Band

Sebastian, Lukas und Bekir (alle 13 Jahre) sind erst seit drei Monaten in der noch namenslosen Band des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Dortmund. Für sie wird es ihr erster Auftritt. Aufgeregt wirken die drei aber nicht. „Wir sind auch nicht bei jedem Song dabei“, sagt Sebastian, „aber dafür haben wir neue Instrumente bei dem Workshop gelernt.“

Beim Live-Auftritt der Pop-School zeigten Dortmunds Schulbands ihr Können

"Je lauter der Applaus, desto besser die Musik!", sagt Martin Peitz zu Beginn dem Publikum. Die Band des Heinrich-Heine-Gymnasiums bedankt sich. © Alexandra Wachelau

Seine Musiklehrerin, Kerstin Langrock, hat das Projekt dabei mitbegleitet: „Es ist wirklich toll! Die Kinder wurden wirklich gut begleitet“, sagt sie. Die Schulband stellt dabei später, wie sie selbst sagt, nicht das dar, was man von einer typischen Pop-Band erwarten könnte: Zwei Instrumentalstücke spielt die Band der Sechst- bis Achtklässler an dem Abend, darunter eine Samba. Dann allerdings covern sie „Castle of Glass“ von Linkin Park.

Proben haben den Schülern sehr geholfen

Die Schulband des Gymnasiums an der Schweizer Allee ist gleich mit einer ganzen Fußballmannschaft angerückt: Elf Schüler sind in der Band, die an dem Abend noch kurzfristig ihren Namen von „Airmail“ in „L‘Beats“ geändert hat. Seit einem Jahr besteht die Band dabei schon in dieser Konstellation.

Die vielen Mitglieder sind sich in einem Punkt einig: „Das Gesangstraining war super!“. Amy, eine der drei Sängerinnen der Band, findet es auch nicht schlimm, dass der Workshop etwas länger her ist: „Wir hätten sonst mit den falschen Techniken weitergemacht.“ Mit der Probezeit von über einem Monat konnte die Band das neu Gelernte verinnerlichen.

Beim Live-Auftritt der Pop-School zeigten Dortmunds Schulbands ihr Können

"L-Beats" tritt mit drei Sängerinnen auf, die von dem Gesangstraining des Workshops begeistert waren. © Alexandra Wachelau

Ganz entspannt wartet die auch Band „Why a name?“ auf ihren Auftritt. Sie sind schon alte Hasen, wenn es um Bühnenauftritte geht: „Wir spielen in der Schule und häufig im Hot Jazz Club“, sagt der 13-jährige Christopher. Julian Schlitzer, ihr Dozent beim Workshop, habe ihnen dabei vor allem in Detailfragen geholfen.

Jede der Bands bekommt eine professionelle Aufnahme im Tonstudio

Jede der Bands bekommt nach der Teilnahme bei der Pop-School einen Tag im Tonstudio, wo sie ihre Songs professionell aufnehmen und als mp3-Datei mitnehmen können.

Leiter Martin Peitz plant, die Pop-School dieses Jahr weiter auszubauen. „Wir wollen bei der Jazz-Akademie eine praxisorientierte Ausbildung für die Schüler anbieten“, sagt er. Dabei werden den Jugendlichen Fächerkombinationen angeboten, die an die Inhalte eines Musikstudiums angelehnt sind. „Wir ziehen ja auch bald in die neuen Räumlichkeiten der Braunschweiger Straße“, sagt er. Dort wird es dann auch ein einziges Tonstudio geben.

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