Benutzte Mundschutze und Handschuhe werden einfach weggeworfen

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Gebrauchte Mundschutze und Plastikhandschuhe sind Virenschleudern. Sie gehören in den Restmüll, doch etliche landen nach Gebrauch einfach auf dem Boden.

Dortmund

, 17.04.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einmalhandschuhe und Mundschutze haben Hochkonjunktur. Immer mehr Dortmunder tragen sie beim Einkaufen, Joggen und beim Spaziergang. Doch offensichtlich lassen nicht wenige Taschen- und Desinfektionstücher, Plastikhandschuhe und Mundschutze nach dem Tragen direkt im Umfeld auf der Straße oder im Grünen fallen.

So klagt ein Gebäudereiniger, der Haltestellen und U-Bahnhöfe säubert, dass diese Schutzutensilien nicht im Müll, sondern auf dem Boden, den Sitzen, in den Aufzügen und Ecken landen.

Ab in die Restmülltonne

Eine Bürgerin aus Eving ärgert sich täglich auf ihren Spaziergängen über die wild entsorgten Gummihandschuhe, Gesichtsmasken und Desinfektionstücher: „Muss ich meinen Müll einfach auf die Straße werfen?“

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Laut DSW21-Sprecher Frank Fligge und EDG-Sprecherin Petra Hartmann ist das kein flächendeckendes Phänomen. Am ehesten sei das in unmittelbarer Nähe von Supermärkten zu beobachten, so Hartmann. Sie weist wie Fligge darauf hin, dass solche benutzten Schutzmittel als Virenschleudern in die Restmülltonne gehören.

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Die Supermärkte haben unterschiedliche Wahrnehmungen, ergibt unsere Stichprobe: Bei Rewe in Hombruch und an der Rheinischen Straße gibt es keine Auffälligkeiten, beim Rewemarkt Ortmann in Derne dagegen, hieß es am Donnerstag (16.4.): „Ganz schlimm, die Kollegen gehen morgens mit dem Müllsack über den Parkplatz.“

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