Besonderer Neuzugang: Ein Uhu geht dem BVB ins Netz

Seltene Tierrettung

So einen Neuzugang hatte der BVB noch nie: Ein ausgewachsener Uhu hat sich auf dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund im Netz eines Tores verfangen. Seine Befreiung gestaltete sich schwierig - und war für einen BVB-Ordner sogar schmerzhaft.

BRACKEL

, 06.05.2016, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ziemlich übel gelaunt: der Uhu, der sich im BVB-Tornetz verheddert hatte.

Ziemlich übel gelaunt: der Uhu, der sich im BVB-Tornetz verheddert hatte.

Wie jetzt erst bekannt wurde, kam es bereits am Samstag zu dem seltenen Fund: Vor dem Anpfiff eines Spiels der BVB-U14 entdeckten die Verantwortlichen den 70 Zentimeter großen Uhu, berichtet die Tierschutz-Organisation "Arche 90". Der Raubvogel hatte wohl in den frühen Morgenstunden versucht, durch das Tor zu fliegen und sich im Netz verfangen.

Die BVB-Ordner schnitten den "mies gelaunten" (Arche 90) Vogel aus dem Netz heraus. Doch dabei war der Vogel alles andere als kooperativ. Bei dem Befreiungsversuch verletzte das Tier einen der Ordner. "Der Kollege hatte zwar Lederhandschuhe an, doch die Krallen gingen glatt durch", sagt der Zeugwart der BVB-U23, Harald Völkel, der bei der Befreiung dabei war. "Der hatte echt Krallen wie ein Adler!"

"Das nächste Mal kann's gerne ein Wellensittich sein"

Also sperrten sie ihn sicherheitshalber in einem kleinen Trainingstor ein. Die Tier-Spezialisten der "Arche 90" mussten kommen, um die letzten Tornetzreste vom Hals des Vogels zu entfernen. Als das geschafft war, flog der Uhu schlecht gelaunt davon - mit seinen über 1,5 Metern Flügel-Spannweite ein majestätischer Anblick, erinnert sich Völkel.

Auf eine weitere Rettung dieser Art kann Völkel jedoch verzichten: "Das nächste Mal kann's gerne ein Wellensittich sein."

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