Besteht der Lanstroper See aus den Tränen von Riesen?

hzSerie: Nordosten von oben

Das Naturschutzgebiet Lanstroper See gehört nicht nur zu den schönsten der Stadt, es bietet vielen Tieren Lebensraum. Zuletzt gingen die Menschen nicht immer pfleglich damit um.

Lanstrop

, 10.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im äußersten Dortmunder Nordosten, schon fast an der Grenze zu Kamen, liegt eines der schönsten Naturschutzgebiete der Stadt: der Lanstroper See und sein Umland.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Serie Der Nordosten von oben Folge 4: Lanstroper See

Wunderschön präsentiert sich das Naturschutzgebiet Lanstroper See auch aus der Luft. Sehen Sie die Fotos, die Fotograf Oliver Schaper per Drohne aus der Luft geschossen hat.
10.08.2020
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Aus der Vogelperspektive zeigt sich, wie grün der äußerste Nordosten der Stadt in der Nähe des Lanstroper Sees ist. Unser Foto zeigt in der Bildmitte die Dreihausenstraße, die in die Lanstroper Straße übergeht. Rechts ist der Lanstroper Friedhof zu sehen. Links befindet sich die Gartenanlage Auf der Lauke, im Hintergrund das Dorf Lanstrop.© Foto: Oliver Schaper
Zeigen Sie dieses Bild einem Nicht-Dortmunder und bitten Sie ihn zu entscheiden, wo es ist. Die wenigsten würden sicherlich auf Dortmund tippen. Das Foto zeigt die Dreihausenstraße, die auf die Rote Fuhr trifft. In der Bildmitte ist klein das Lanstroper Ei zu sehen. Aus dieser Perspektive kann man über ganz Dortmund bis nach Schwerte sehen. © Foto: Oliver Schaper
Das Gewässer in der Mitte ist nicht der eigentliche Lanstroper See, sondern ein kleineres Nebengewässer. Dahinter befindet sich das Gelände der Doga (Dortmunder Gesellschaft für Abfall mbH) und dahinter die Deponie Nordost. Auch die A2 ist zu erkennen. Die Gebäude im Hintergrund gehören zu Lünen.© Foto: Oliver Schaper
Auch dieses Bild zeigt die natürliche Idylle, die sich rund um den Lanstroper See erstreckt. Nur schwierig zu erkennen ist die Dreihausenstraße, die hier einen Knick Richtung Rote Fuhr und Lanstroper Ei macht und von einem Wäldchen umgeben ist. Lanstroper, die von oben kommen und diese Straße entlangfahren, wissen spätestens in diesem Knick: "Wir sind wieder zu Hause."© Foto: Oliver Schaper
Der Lanstroper See ist Anfang der 60er-Jahre durch eine Bergsenke entstanden. Oder besteht er vielleicht doch aus den Tränen von Riesen, wie es eine Legende sagt? Fakt ist, dass er heute den Lebensraum für viele Vogel- und Fischarten bietet. Deswegen sollten wir Menschen dieses Gebiet auch nur mit Vorsicht betreten und genießen.© Foto: Oliver Schaper
Bei einer Fotoserie über das Gebiet um den Lanstroper See darf natürlich das ganz in der Nähe stehende Lanstroper Ei nicht fehlen, ein Wasserturm vom Anfang des 20. Jahrhunderts, der bis 1981 in Betrieb war. Derzeit wird er - auch dank zahlreicher Fördergelder - aufwendig saniert. Ein Unterfangen, das sich auch in den kommenden Jahren noch hinziehen dürfte.© Schaper

Dieser See entstand um 1963 durch eine Bergsenkung. Und weil die auch den Grundwasserspiegel erreichte, bildete sich dauerhaft ein Gewässer. Soweit die offizielle Version. Der Legende nach entstand der See allerdings, weil Riesen, die dort lebten, so viele Tränen vergossen haben.

Ringelnatter lebt am Lanstroper See

Sie waren nach langer Abwesenheit nach Lanstrop zurückgekehrt und so traurig darüber, was aus dem einstmals so schönen Ort geworden war.

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Das Naturschutzgebiet bietet Lebensraum und Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, darunter Kleinspecht, Pirol, Habicht, Haubentaucher, Kormoran und Graureiher.

Letztere ernähren sich vor allem von den im See lebenden Fischarten wie Karpfen, Barsch, Aal, Hecht und Bitterling. Auch der einzige in Dortmund nachgewiesene Bestand der Ringelnatter kommt am Lanstroper See vor.

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Zuletzt hat das Umweltamt Ignoranz und Regelverstöße einiger Besucher des Naturschutzgebietes beobachtet. Es bittet deshalb darum: „Bitte bleiben Sie und Ihr Vierbeiner in Naturschutzgebieten auf den Wegen. Damit ist mehr erreicht, als Sie vielleicht dachten.“

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