Besucherrekord und neue Vorträge

04.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Besucherrekord und neue Vorträge

<p>Auf großes Interesse stößt weiterhin das Angebot der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache. RN-Archivfoto Bandermann</p>

Das Interesse an der Auseinandersetzung mit der Geschichte ist weiterhin groß. Die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache vermeldet für 2007 sogar einen Besucherrekord. 23 670 Besucher wurden im vergangenen Jahr gezählt. Das entspricht einem ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damit verzeichnet das ehemalige Gestapo-Gefängnis zum ersten Mal die Bestmarke von über 23 000 Besuchern. Insgesamt wurden seit der Eröffnung der Steinwache 1992 über 270 000 Besucherinnen und Besucher in der Dauerausstellung des Stadtarchivs zu "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945" gezählt.

Daneben setzt die Steinwache außer auf Führungen durch die Dauerausstellung auch im neuen Jahr auf Sonderausstellungen, Lesungen und Vorträge.

Den Auftakt macht am 13. Januar um 11 Uhr Dr. Gisela Schwarze mit dem Vortrag "Die Haftbücher der Steinwache als Spiegelbild der Gestapo-Barbarei". Über die von den Nationalsozialisten an der jüdischen Bevölkerung verübten Wirtschaftsverbrechen, der so genannten "Arisierung" referiert Prof. Dr. Stefan Goch am 17. Februar. Am 1. März findet ein ganztägiger Workshop in der Steinwache statt, der sich mit dem Forschungsstand zu den Deportationen jüdischer Bürgerinnen und Bürger in das Vernichtungslager Zamosc beschäftigt.

An jedem ersten Sonntag im Monat findet um 11 Uhr eine kostenlose Gruppenführung durch die Dauerausstellung, am 1. September eine Gedenkveranstaltung für die homosexuellen NS-Opfer statt. Außerdem beteiligt sich die Mahn- und Gedenkstätte wieder an der Dortmunder Museumsnacht am 20. September und an der langen Lesenacht am 30. Mai 2008 in der Stadt- und Landesbibliothek zur Erinnerung an den 75. Jahrestag der so genannten "Bücherverbrennung" durch die Nationalsozialisten.

Das Faltblatt mit dem Steinwachen-Jahresprogramm ist ab sofort in der Steinwache, beim Stadtarchiv und vielen anderen städtischen Dienststellen kostenlos erhältlich. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen (mit Ausnahme der Museumsnacht) ist kostenfrei. Anmeldungen für Gruppenführungen und Schulprogramme unter der Tel. 50-2 50 02. www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/

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