Wer geht mit wem? CDU, SPD und Grüne auf Partnersuche in Hombruch

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Die CDU bleibt nach Stimmen stärkste Kraft – verliert dennoch zwei Sitze in der Bezirksvertretung. Die Grünen verdoppeln ihre Sitze und ziehen mit der CDU gleich; die SPD verliert einen Platz.

Hombruch

, 14.09.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben verloren, und doch darf man sich bei der CDU ein bisschen freuen. Sie bleiben stärkste politische Kraft im Stadtbezirk Hombruch – dicht gefolgt von den Grünen, die massiv zugelegt haben. Die SPD verliert deutlich an Stimmen.

Es wird spannend in der neuen Hombrucher Bezirksvertretung: SPD (5 Bezirksvertreter), CDU (6) und Grüne(6) liegen quasi gleichauf. Linke und FDP entsenden je einen Vertreter. Wer mit wem politisch geht, wird spannend.

CDU: Chance für Nils Berning als Bezirksbürgermeister

Thorsten Hoffmann ist Stadtbezirksvorsitzender der CDU in Hombruch. Er sagt: „Ich freue mich natürlich für Hombruch, dass wir die stärkste Kraft sind.“ Angesichts der Verluste denkt er auch besonders an den bisherigen, langjährigen Bezirksbürgermeister Hans Semmler: „Der Hans, der leidet immer richtig“, sagt er.

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Es sei schon „bitter“, dass man einiges an Prozenten verloren habe, so der Stadtbezirksvorsitzende. Acht Sitze hatte die CDU bisher in der Hombrucher Bezirksvertretung. Nun bleiben sechs. Aber „wir freuen uns natürlich, dass nun die Möglichkeit bestehe, dass Nils Berning vielleicht nun das Amt des Bezirksbürgermeisters bekleiden könne. Der neue Bezirksbürgermeister übernehme auf jeden Fall ein schweres Amt, „denn Hans Semmler ist schon eine Institution“.

Grüne: Kooperation mit der CDU war bisher sehr gut

Daniela Lohse, Kandidatin der Grünen auf Listenplatz eins im Stadtbezirk, fand „am Morgen danach“ in der Schulpause kurz noch Zeit für ein Statement zum Wahlergebnis. „Ich bin sehr erfreut“, sagt Lohse, „irgendwie hat man es ja gehofft, aber man weiß ja nie“.

Und wie geht es nun politisch weiter im Stadtbezirk? Lohse: „Bisher war die Kooperation mit der CDU sehr gut. Aber wir sind nach allen Seiten offen. Wir werden Gespräche führen, und gucken, wo wir Schwerpunkte setzen können.“

SPD: Man hatte auf ein bisschen mehr Zuspruch gehofft

Große Enttäuschung bei den Sozialdemokraten, knapp sechs Prozent hat man verloren. Schultbraucks ist ein bisschen frustriert: „Wir hatten uns ausgemalt, dass wir ein wenig mehr Zuspruch bekommen. Wir haben intensiven Wahlkampf gemacht. Es werde nun spannend werden, wie es politisch im Stadtbezirk weitergehe. Die SPD sei in beide Richtungen (CDU und Grüne) offen.

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Und wie schneidet der CDU Oberbürgermeisterkandidat im einzigen Stadtbezirk Dortmunds ab, der bisher einen CDU Bezirksbürgermeister hat? Das Ergebnis ist denkbar knapp: Zwischen den beiden Kandidaten Westphal und Hollstein liegen nur rund 200 Stimmen im gesamten Stadtbezirk: Auf SPD-Mann-Westphal entfielen 32,45 Prozent, auf CDU-Kandidat Hollstein 31,58 Prozent.

In einzelnen Wahllokalen hängte der bisherige Bürgermeister in Altena seinen Konkurrenten deutlich ab: in den Wahllokalen in Kirchhörde, in der Olpketal-Grundschule zum Beispiel (44,95 Prozent/25,26 Prozent) und im Gemeindehaus St. Patrokli (44,95 Prozent /25,26 Prozent).

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