Bienen finden den Garten von Paul Hoffmann einfach nur dufte

hzGarten-Serie Querbeet

Ein Haus auf Sizilien, eine Tante in Frankreich und eine weitere Tante in England. Paul Hoffmann kommt viel rum. Und von überall bringt er etwas mit für seinen Garten.

Dorstfeld

, 02.09.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Paul Hoffmann hat es mit Kartoffeln versucht: „Das waren zwei Mahlzeiten pro Jahr“, berichtet er ernüchtert. Dann hat er es gelassen. Heute lässt er sich von seinem Garten mit dem verwöhnen, was der ihm freiwillig gibt. Da entpuppt sich das Grün, das wild am Wegesrand wächst, schon mal als Rucola-Salat.

Und der Kiwi-Baum und der Wein, die zusammen die Terrasse umranken und Schatten spenden, lassen sich schon lange nicht mehr voneinander trennen. Die Pflanzen danken Paul Hoffmann mit reicher Ernte für diese Freiheit.

Ein Gespür für Stil

Die Möglichkeiten, einen Garten zu gestalten, sind endlos. Doch der Garten an der Höfkerstraße in Dorstfeld zeigt, was man erreichen kann, wenn man ein sicheres Gespür für Stil hat und einen gefestigten Geschmack.

Ein paar scheinbar willkürlich zusammengestellte Antiquitäten bilden in mehreren Bereichen des Garten stilvolle Arrangements.

Ein paar scheinbar willkürlich zusammengestellte Antiquitäten bilden in mehreren Bereichen des Garten stilvolle Arrangements. © Holger Bergmann

Paul Hoffmann ist immer auf der Suche. Meist auf der Suche nach Dingen, die andere nicht brauchen und wegwerfen wollen. Die holt sich Hoffmann, möbelt sie auf und seine Frau baut sie dann in die Garten-Optik ein.

Immer ein Auge offen halten

Ein Maschinenbau-Unternehmen hat eine Lieferung bekommen und braucht die Kiste nicht mehr? Daraus kann man doch ein Hochbeet machen.

Die B1 wird verbreitert und die weggehämmerten Steine vom alten Fahrbahnrand sollen entsorgt werde? Das ist doch die perfekte Umrandung für Blumenbeet und Gartenteich.

Paul Hoffmann an einem der vielen Stillleben. Dieses ist besonders groß und in der Mitte befindet sich der Grill.

Paul Hoffmann an einem der vielen Stillleben. Dieses ist besonders groß und in der Mitte befindet sich der Grill. © Holger Bergmann

Ein Restaurant schließt und die Tische daraus landen auf dem Sperrmüll? Die sind doch viel zu schade.

Ein Garten voller Postkarten-Motive

So sind in dem Garten im Laufe der Jahre mehrere Stillleben entstanden, Ensembles antiquarischer Fundsachen, die wie Gemälde oder Postkarten-Motive aussehen. Und weil sie dem Wetter ausgesetzt sind, wirken sie nochmal ein Stück uriger.

Ein Kiwi-Baum und ein Weinstock sind komplett miteinander verwachsen und bilden den wuchernden Sichtschutz rund um die Terrasse.

Ein Kiwi-Baum und ein Weinstock sind komplett miteinander verwachsen und bilden den wuchernden Sichtschutz rund um die Terrasse. © Holger Bergmann

Obwohl alle Einzelteile zufällig ihren Weg in den Garten finden, wirkt alles farblich abgestimmt, stilecht. Der Stil ist eindeutig mediterran. Und das ist eindeutig nicht zufällig, denn Paul Hoffmanns Frau stammt aus Sizilien.

Kein Kräuter-Garten, aber ein Garten voller Kräuter

Die Pflanzenwelt drumherum wurde ähnlich zusammengestellt. Ohne konkreten Plan hat sich so ein Garten entwickelt, dessen Pflanzen vor allem für ihren guten Duft beliebt sind. Salbei, Thymian, Majoran, Zitronenbäume, Lavendel, Lorbeer, Basilikum, Rosmarin und andere Kräuter wachsen praktisch überall. „Die Bienen freuen sich“, ist sich Hoffmann sicher.

Eine der vielen urigen Ecken im Garten von Paul Hoffmann.

Eine der vielen urigen Ecken im Garten von Paul Hoffmann. © Holger Bergmann

Der 64-Jährige ist als Gärtner ein Spätzünder. Erst vor acht Jahren übernahmen er und seine Frau diesen Garten. Dank der Antiquitäten sieht der Garten aber weit älter aus.

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Der Lieblingsplatz des Paares ist ihr Strandkorb, den sie am Ufer ihres Gartenteiches aufgestellt haben. Dort genießen sie die Natur ihres Gartens zusammen mit Goldfischen, Molchen und brummenden Libellen.

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