BIG direkt rückt mit Fusion bundesweit in die Top 20 der Krankenkassen

hzGesundheit

Die Dortmunder Krankenkasse BIG fusioniert. Das Unternehmen wird sich mit der Aachener Krankenkasse Actimonda zusammenschließen. Die Versicherten sollen von der neuen BIG profitieren.

Dortmund

, 26.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine der jüngsten und eine der ältesten Krankenkassen Deutschlands betreuen künftig gemeinsam ihre Versicherten: Wie die Dortmunder BIG direkt gesund mitteilt, möchte man mit der Actimonda Krankenkasse in Aachen zum 1. Januar 2021 fusionieren.

Die Verwaltungsräte beider Kassen haben die Fusion bereits auf den Weg gebracht. Die Verwaltungshauptsitze in Dortmund und Aachen, so heißt es, sollen unverändert erhalten bleiben. Die fusionierte Kasse soll die 728 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BIG wie auch die 215 Beschäftigten der Actimonda übernehmen.

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Unter den dann bundesweit 35 geöffneten Gesetzlichen Krankenkassen würde die neue BIG direkt gesund, die bisher rund 400.000 Versicherte zählt, mit ihren dann rund 520.000 Versicherten auf Platz 16 rangieren.

Finanzielle Stabilität und stärkere Marktposition

„Die Größe einer Kasse ist wichtig, um sich im Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen optimal zu positionieren. Finanzielle Stabilität, eine stärkere Marktposition, eine schlagkräftigere Organisation und eine bessere Versorgung gehen damit einher. Mit der Fusion stabilisieren wir unsere Marktposition unter den Top 20 der bundesweit geöffneten Krankenkassen in Deutschland“, sagt Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund.

Fusion von BIG direkt gesund und Actimonda

Freuen sich auf den Zusammenschluss: BIG-Vorstandsvorsitzender Peter Kaetsch (links), actimonda-Verwaltungsratsvorsitzender Herbert Brüßeler (oben Mitte), actimonda-Vorstand Josef Alt (oben rechts) sowie die BIG-Verwaltungsräte Helmut Krause (unten rechts) und Robert Leitl (unten links). © Big direkt gesund/actimonda

Der Markt der Krankenkassen konsolidiert sich seit Jahrzehnten. Gab es im Jahr 1970 noch 1815 Krankenkassen, sind es heute 105. „Diesen Prozess können wir nicht aufhalten, wir können jedoch dafür sorgen, dass wir ein wichtiger Spieler in diesem dynamischen Markt bleiben“, so Peter Kaetsch. Die neue BIG wird Beitragseinnahmen von mehr als 1,6 Milliarden Euro erhalten, die sie im Sinne ihrer Versicherten verantwortungsvoll einsetzen kann.

„Wenn wir bisher auch zwei unterschiedlichen Kassenarten angehört haben, die BIG den Innungskrankenkassen und wir den Betriebskrankenkassen, verbindet uns doch vieles“, sagt Josef Alt, Vorstand der Actimonda. Beide Kassen sind bundesweit geöffnet, haben jedoch ihren regionalen Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen.

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Die Versichertenstrukturen ähneln sich ebenfalls. „Beide Kassen stehen auch für einen hohen Qualitäts- und Serviceanspruch, bei dem die Kundenbedürfnisse absolut im Mittelpunkt stehen. Eine sinnvolle Digitalisierung, die unseren Versicherten den Zugang zu vielen Services und Leistungen erleichtert, werden wir künftig gemeinsam vorantreiben“, so Alt weiter.

Erstattungen für Osteopathie

Die neue BIG profitiert auch von einer gestärkten Arbeitgeberbasis. Arbeitet die BIG schon seit Jahren mit renommierten Unternehmen wie der ERGO und der Bagel-Gruppe sowie den Hörakustikern zusammen, bringt die actimonda starke Arbeitgeber wie Vorwerk und Aurubis in die Fusionskasse ein. „Im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements bieten sich damit für uns künftig vielversprechende Perspektiven“, sagen Josef Alt und Peter Kaetsch.

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„Für die Versicherten beider Kassen ändert sich nichts. Die Krankenversicherungskarten gelten selbstverständlich weiter, alle Behandlungen können ohne jede Einschränkung fortgeführt, Rezepte wie gewohnt eingelöst werden“, betonen die Kassenvorstände.

Auch das Leistungspaket bleibe vollständig erhalten. Es soll sogar attraktiver werden, wie Peter Kaetsch sagt: „Unsere Zusatzleistungen wie Erstattungen für Osteopathie, Reiseimpfungen und unsere Wahltarife werden wir künftig allen Versicherten anbieten.“

„Das Gute an dieser Fusion ist“, sagt Helmut Krause, Verwaltungsratvorsitzender der Actimonda, „dass der Zusammenschluss auf Augenhöhe erfolgt und es somit nur Gewinner gibt.“

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