Zeichen für gute Wasserqualität: Biologen weisen Flusskrebs in der Körne nach

Flüsschen Körne

Ein kleines Tierchen, das aber ein großer Beweise für eine gute Wasserqualität ist, lebt in der Körne. Das haben Biologen nachgewisen. Nun ist das kleine Kerlchen sogar Bewohner des Monats.

Scharnhorst

, 17.06.2019, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zeichen für gute Wasserqualität: Biologen weisen Flusskrebs in der Körne nach

So sieht der kleine Flusskrebs aus, der in der Körne lebt. © Lippeverband

Eine besondere Art des Flussflohkrebses lebt in der Körne. Das konnte ein Biologenteam des Lippeverbandes nachweisen. Der in der Fachsprache Gammarus roeseli genannte Flohkrebs ist auf den ersten Blick leicht mit einer Garnele zu verwechseln. In Gewässern mit ausreichender Sauerstoffversorgung findet man den kleinen Flussbewohner, der somit ein Indikator für eine gute Wasserqualität ist, so heißt es in einer Pressemitteilung des Lippeverbandes. Der kürt den kleinen Krebs im Juni zum Bewohner des Monats.

Zeichen für gute Wasserqualität: Biologen weisen Flusskrebs in der Körne nach

Zwei Biologen des Lippeverbandes untersuchen die Körne. © Rupert Oberhäuser

Der Flussflohkrebs ist maximal 2,2 Zentimeter groß und hat eine grau- bis gelbbraune Farbe. In stehenden oder langsam fließenden Gewässern mit reichlich pflanzlichem Nahrungsangebot fühlt er sich besonders wohl. Ursprünglich stammen die Flussflohkrebse vom Balkan, im Laufe der Zeit haben sie sich aber auch in anderen Gewässern angesiedelt. Insgesamt werden circa 30 bis 40 verschiedene Flohkrebsarten gezählt, die deutsches Süßwasser besiedeln. „In einem renaturierten Gewässer lassen sich die Gammariden recht schnell nieder. Ist der Weg mal etwas weiter, lösen sie auch gerne ein ,Flugticket‘ und reisen als blinde Passagiere im Gefieder von Wasservögeln mit oder heften sich an Bootsrümpfe“, sagt die biologisch-technische Assistentin Sylvia Mählmann.

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