Blutige Eifersucht: 31-Jähriger sticht auf Freund seiner Immer-mal-wieder-Freundin ein

hzLandgericht

Dass das Opfer überlebte, war nicht selbstverständlich: Ein 31-Jähriger stach auf seinen Nebenbuhler ein. Der Täter hat schon gut ein Viertel seines Lebens im Gefängnis verbracht.

Dortmund

, 08.10.2019, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus Wut und Eifersucht soll ein 31-jähriger Oestricher auf seinen vermeintlichen Nebenbuhler eingestochen haben. Dafür hat ihm das Schwurgericht nun weitere Jahre hinter Gittern verpasst.

Der Angeklagte ist erheblich vorbestraft und hat trotz seines jungen Alters schon knapp acht Jahre im Gefängnis verbracht. Das jetzige Urteil lautet auf drei Jahre und neun Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung. Viel zu viel in den Augen des Angeklagten.

Der Oestricher war Anfang April mitten in der Nacht an der Wohnung seiner Immer-mal-wieder-Freundin erschienen und war dort auf deren neuen Freund gestoßen. Laut Opfer sollen wenige Worte gewechselt worden sein, ehe der Angreifer ein Messer zog und es dem Kontrahenten in den Hals stieß.

Dass das Opfer den Angriff überlebte, war nach Ansicht des Rechtsmediziners keinesfalls selbstverständlich. „Am Schlüsselbein verlaufen mehrere große Blutgefäße“, sagte der Arzt im Prozess. Hätte die Klinge eine dieser Arterien verletzt, hätte der Mann schnell verbluten können.

Auch so musste das Opfer im Krankenhaus länger im künstlichen Koma gehalten werden, ehe die Ärzte sicher waren, dass keine Lebensgefahr mehr bestand.

Der Angeklagte war nach der Tat aus der Wohnung geflohen, konnte aber schnell geschnappt werden. In das Urteil ist ein weiterer Angriff auf seine schwangere Freundin eingeflossen.

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