Gefährlicher Grundschul-Bolzplatz in Dortmund soll endlich erneuert werden – mit Kunstrasen

hzNeuer Bolzplatz

Lange hatte eine Schulleiterin für die Erneuerung „ihres“ Bolzplatzes gekämpft. Jetzt steht zwar fest, wann die Bauarbeiten beginnen sollen – allzu bald werden Kinder hier nicht „pölen“ können.

Kirchlinde

, 26.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Unfallgefahr auf dem Bolzplatz der Grundschule sei enorm hoch, sagt die Schulleiterin. Der Grund: Größere Steine, die durch die Benutzung immer wieder zum Vorschein kommen oder vom Regen ausgespült werden, sind gefährliche Stolperfallen.

„Ich habe hier einen Platz, auf dem die Mädchen und Jungen Spaß haben sollen, der aber eigentlich nicht bespielbar ist“, sagt Almuth Grau, Schulleiterin der Hangeney-Grundschule in Kirchlinde.

Immer wieder hätten sich Schüler die Knie aufgeschlagen. Denn als der Platz vor circa zehn Jahren erneuert wurde, sei der Untergrund, auf den der rote Sand geschüttet wurde, kaum abgetragen worden.

Platz muss im schlimmsten Fall gesperrt werden

Almuth Grau ist seit 2013 an der Hangeney-Grundschule. Etwa ein Jahr später wandte sie sich erstmals an die Stadt. „Der Bolzplatz war damals schon abgenutzt“, erklärt sie. „Schließlich benutzen ihn nicht nur unsere Schüler während der Schulzeit, sondern auch die OGS sowie andere Kinder und Jugendliche.“

Der Platz sei ein beliebter Treffpunkt und eigentlich sei sie froh, dass sie solch ein Angebot für die Kirchlinder Kinder und Jugendlichen habe, sagt Almuth Grau. „Aber der Platz wird bald so aussehen, dass die Stadt vielleicht sagt, man muss ihn sperren, weil es zu gefährlich ist, dort zu spielen.“

Um die Unfallgefahr so gering wie möglich zu halten, habe der Hausmeister der Hangeney-Grundschule bislang in regelmäßigen Abständen neuen Sand aufgeschüttet und die größten Steine entfernt.

Doch das könne keine Dauerlösung sein. Trotz mehrfacher Gespräche habe sich bislang nichts hinsichtlich einer Neugestaltung des Platzes getan.

Geld für Neugestaltung ist seit zwei Jahren da

„Und es ist so schade, denn das Geld liegt seit 2018 parat“, sagt Almuth Grau. Die Bezirksvertretung Huckarde hatte damals 57.000 Euro für die Neugestaltung bereitgestellt. Nun fragen sich die Bezirksvertreter und die Schulleiterin, wann das Geld endlich umgesetzt wird.

„Die Umwandlung des Bolzplatzes in einen Kunstrasen-Bolzplatz liegt als Projektauftrag seit Oktober 2018 vor“, sagt Stadt-Pressesprecher Christian Schön auf Anfrage. Sie sei Teil der Kapazitätenplanung im Jahresarbeitsprogramm 2020. „Das bedeutet, dass das Grünflächenamt im 2. Quartal 2020 mit der Planung der Maßnahme beginnen wird“, sagt Christian Schön.

Aufgrund temperaturabhängiger Arbeiten für die elastische Tragschicht des Kunstrasens sei eine Bauzeit von zwei Monaten ab Frühjahr 2021 vorgesehen. Vorher müsse die Sanierung des Bolzplatzes noch ausgeschrieben werden.

Almuth Grau hofft nun, dass der Zeitplan eingehalten wird und ihre Schüler im Sommer 2021 auf Kunstrasen „pölen“ können.

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