Zügige Bombenentschärfung in Niedernette: Beeinträchtigungen nur im Verkehr

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Im Zuge von Bauarbeiten ist in Niedernette eine britische 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. 60 Anwohner waren betroffen. Die Evakuierung dauerte nicht lange.

Nette

, 02.06.2020, 13:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufregende Stunden am Dienstag (2.6.) in Niedernette: Im Zuge einer geplanten Baumaßnahme wurde im Bereich der Straße Kattenstert in Dortmund-Niedernette eine britische 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Fundort lag inmitten der kleinen bäuerlichen Siedlung.

Mit Pollern und Kleinlastwagen sperrten Tiefbau- und Ordnungsamt Niedernette in einem Radius von 500 Metern ab.

Mit Pollern und Kleinlastwagen sperrten Tiefbau- und Ordnungsamt Niedernette in einem Radius von 500 Metern ab. © Uwe von Schirp

Die Entschärfung war unverzüglich notwendig – damit einhergehend eine Evakuierung im Umkreis von 500 Metern. Rund 60 Anwohner waren betroffen. Aber nicht nur: Auch der Waldorfkindergarten und die Behindertenwerkstatt auf Gut Königmühle wurden evakuiert. Sie liegen etwas außerhalb der Sicherheitszone.

In einem Radius von 500 Metern musste das umliegende Gebiet für die Bombenentschärfung in Niedernette evakuiert werden.

In einem Radius von 500 Metern musste das umliegende Gebiet für die Bombenentschärfung in Niedernette evakuiert werden. © Grafik Martin Klose

Die Entschärfung verzögerte sich leicht, wie die Stadt zwischenzeitlich twitterte – wohl auch weil ein Kind noch im Kindergarten und ein Mitarbeiter der Werkstatt abgeholt werden mussten. Ein Polizist ließ die Väter noch flugs durch die Straßensperre an der Emscherallee auf die Ellinghauser Straße.

Entschärfung dauerte eine gute halbe Stunde

Bereits in der Mittagszeit sperrten je ein Motorrad-Streifenbeamter der Polizei die Ellinghauser Straße an Emscherallee und Deusener Straße. Die Sperrungen an der eigentlichen Sicherheitszone übernahmen insgesamt 31 Mitarbeiter des Ordnungs- und Tiefbauamtes. Vier Feuerwehrkräfte waren ebenfalls vor Ort.

Kurz vor der Entschärfung holte ein Vater flugs noch einen Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt ab.

Kurz vor der Entschärfung holte ein Vater flugs noch einen Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt ab. © Uwe von Schirp

Um 15.36 Uhr begann die Entschärfung. Um 16.08 beendete der Experte des Kampfmittelräumdienstes seine Arbeit erfolgreich. Die Anwohner konnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Auf die Einrichtung einer Evakuierungsstelle hatte die Stadt verzichtet.

Einschränkungen gab es vor allem im Verkehr

Einschränkungen gab es vor allem im Verkehr. Auf Mehrzweckstreifen und Abbiegespur der Emscherallee stauten sich die LKW, die zum Ikea-Logistikzentrum wollten. Manch Fahrer erkundigte sich verwundert beim Polizeibeamten an der Straßensperre nach dem Grund. Beeinträchtigt war auch der Busverkehr auf der Linie 475. Die Busse fuhren die Haltestellen zwischen Roonheide und Deusen nicht an.

Wegen der Bombenentschärfung in Niedernette musste die Ellinghauser Straße in diesem Bereich gesperrt werden. Auf der Emscherallee bildeten sich Staus.

Wegen der Bombenentschärfung in Niedernette musste die Ellinghauser Straße in diesem Bereich gesperrt werden. Auf der Emscherallee bildeten sich Staus. © Uwe von Schirp

Genervt zeigten sich einige Radfahrer. Sie konnten zwar bis nah an die Sicherheitszone durch die Felder radeln. Die direkte Verbindung zwischen Mengede und Deusen oder Eving war jedoch unterbrochen. Die Konsequenz: ein größerer Umweg durch Nette oder Warten. Die zweite Option wählte eine Gruppe Radwanderer. Sie waren dann auch die Ersten, die wieder über die frei gegebene Ellinghauser Straße fuhren.

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