Plötzlicher Boom an der Schragmüller-Grundschule: Schüler müssen in Container

hzSchragmüller-Grundschule

Die Schragmüller-Grundschule wird im nächsten Schuljahr eine weitere Eingangsklasse bekommen. Damit wird es eng an der Castroper Straße.

Oestrich

, 31.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anmeldezahlen für die Dortmunder Grundschulen liegen vor. Zum neuen Schuljahr 2020/21 beginnt voraussichtlich für 5277 Kinder der Ernst des Lebens – eine ernorme Steigerung, vor allem im Nordwesten Dortmunds.

Wo es räumlich möglich ist, werden an einigen stark nachgefragten Grundschulen zusätzliche Eingangsklassen gebildet. An der Schragmüller-Grundschule in Oestrich bedeutet der Boom, dass für den Unterricht Container aufgestellt werden müssen.

Schulleiter ist zuversichtlich

Die Begriffe „Lernen“ und „Container“ haben zusammen zwar keinen besonders guten Klang, doch der Schulleiter Jens Emanuelsson ist voller Zuversicht: „Die Container von heute sind schon klasse ausgestattet.“

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Den Grund für die gestiegenen Anmeldezahlen an seiner Schule sieht Emanuelsson in der positiven Qualitäts-Beurteilung seiner Schule. „Wir haben ganz einfach mittlerweile einen richtig guten Ruf“, sagt der Schulleiter. Längst gebe es auch nicht nur Anmeldungen aus Oestrich. Emanuelsson ist seit zweieinhalb Jahren Leiter der Schragmüller-Schule. Im laufenden Schuljahr werden dort 42 Erstklässler unterrichtet. Im kommenden Schuljahr werden es etwa 20 bis 25 Erstklässler mehr sein.

Schülerzahlen in ganz Mengede steigen

Der Hauptgrund für die steigenden Schülerzahlen ist der wachsende Zuzug junger Familien in den Bezirk Mengede: „Der Nordwesten boomt“, sagt Emanuelsson. Das zeige sich darin, dass auch die benachbarten Schulen, die Regenbogen-Grundschule sowie das Heinrich-Heine-Gymnasium und die Albert-Schweitzer-Realschule, ihre Jahrgangsstufen um je einen Zug erweitern müssen.

Die Schragmüller-Grundschule hat zwar keine Erfahrungen mit Schul-Containern, Jens Emanuelsson dafür schon. Er lehrte früher am Max-Planck-Gymnasium in Pavillons. Die Zeit habe er in guter Erinnerung. Andere Schulen im Dortmunder Westen haben laut Stadt momentan keine Schul-Container.

Wohin kommen die Container?

Mit der Planung des kommenden Schuljahres hat Jens Emanuelsson in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund eine große Herausforderung zu stemmen. Denn trotz einer Ortsbegehung in dieser Woche steht noch gar nicht fest, wo die Container aufgestellt werden sollen.

Zur Verfügung stehen zwei Schulhöfe. Der hintere ist recht verwinkelt. Außerdem gibt es dort einen Sportplatz mit einer Kunststoffoberfläche, die ungeeignet für den Aufbau von Bauelementen wäre.

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Kaum Hoffnung auf personelle Verstärkung

Auf dem vorderen Schulhof dagegen stehen mehrere sehr alte Bäume, deren Wurzeln für einen unebenen Untergrund sorgen. Auch die Frage der Anschlüsse ist noch nicht geklärt.

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Wenig Hoffnung hat Jens Emanuelsson, dass es mit der Vergrößerung der Schragmüller-Grundschule auch zu einer Aufstockung des Lehrer-Kollegiums kommen wird: „Es gibt einfach nicht genug Lehrer.“

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