Am Reinoldipylon beginnen am 25. Mai Arbeiten zum Weiterbau des Boulevard Kampstraße. © Stephan Schütze (A)
Baustelle in der City

„Boulevard Kampstraße“: Weiterbau startet – nächste Hürden schon in Sicht

Der langersehnte Weiterbau des „Boulevard Kampstraße“ in der City geht nach sechs Jahren Pause weiter. Die Vorbereitungen waren von teuren Pannen begleitet - und es gibt weitere Fragezeichen.

Im Frühjahr 2015 wurde die Neugestaltung des Petrikirchplatzes als bislang letzter Bauabschnitt für den „Boulevard Kampstraße“ abgeschlossen. Jetzt soll es nach sechs Jahren Planungs- und Wartezeit weitergehen.

An diesem Dienstag (25.5.) beginnen die Umbauarbeiten des vierten Bauabschnitts zum Bau des „Boulevard Kampstraße“ im Bereich des Reinoldipylons. Die Baustelle reicht vom Willy-Brandt-Platz bis in die Kuckelke und den Brüderweg, kündigt die Stadt an.

Die Verwandlung, die hier stattfindet, wird am Ende aber nur eingeschränkt sichtbar sein. Denn die Hauptarbeiten finden unter der Erde statt. Es ist eine gemeinsame Baustelle von städtischem Tiefbauamt, DEW-Tochter Donetz und verschiedener Telekommunikationsanbieter wie Telekom, Vodafone, Dokom und Versatel.

Betonpflaster als Oberfläche

Verlegt werden im Untergrund neue Wasserleitungen, diverse Stromkabel und Informationskabel. An der Oberfläche werden später neue Leuchten installiert, Fahrradständer aufgestellt und ein taktiles Leitsystem installiert, das Sehbehinderte unter anderem zu den Aufzügen der Stadtbahnstation Reinoldikirche führt

Als Untergrund wird rund um den Pylon ein „hochwertiges Betonpflaster“ verlegt, kündigt die Stadt an. Das weitere Umfeld wird wegen der hohen Belastung unter anderem als Knotenpunkt für die Nachtexpress-Busse mit Betonplatten befestigt.

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Gebaut wird in vier Abschnitten. Den Beginn macht der nordwestliche Teil mit dem Einmündungsbereich Kuckelke/Friedhof. Bis Mitte August sollen die Arbeiten hier dauern. „Es wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäfte, Büros, Hauseingänge, Garagen etc. während der Bauzeit erreichbar bleiben – gegebenenfalls werden geeignete Provisorien erstellt“, verspricht das städtische Tiefbauamt. Fußgänger und Radfahrer werden um den Baubereich herumgeleitet.

Insgesamt sollen die Bauarbeiten bis Juli 2022 dauern – mit einer Baustellen-Pause von Mitte November bis Ende Januar unter anderem mit Rücksicht auf Weihnachtsmarkt und „Winterruhe“.

Fördermittel verloren gegangen

Um die Kosten von 2,85 Millionen Euro hatte es im Vorfeld Ärger gegeben. Denn sie müssen von der Stadt alleine getragen werden, weil die eigentlich schon bewilligten Fördermittel verloren gegangen sind. Für die bereits 2013 bewilligten 2,3 Millionen Euro Landesmittel war die Förderfrist abgelaufen und nicht wie früher üblich verlängert worden.

Unklar ist auch noch, wann es mit dem Umbau der Kampstraße nach Abschluss der Arbeiten am Pylon weitergeht. Angekündigt war der Baustart für den eigentlichen Boulevard mit Lichtband und Wasserachse zwischen Petri- und Reinoldikirche für das Frühjahr 2022.

Auch hier gibt es aber finanzielle Fragezeichen. Denn die für dieses Jahr beantragten Städtebau-Fördermitteln in Höhe von 6,4 Millionen Euro sind vom Land nicht bewilligt worden. Die Stadt will jetzt für das Städtebau-Förderprogramm 2022 erneut eine Fördersumme von 5,6 Millionen Euro beantragen. Das wären 80 Prozent der geschätzten Baukosten von 7 Millionen Euro für den nächsten Bauabschnitt.

Mit einer Bewilligung der Fördermittel ist aber erst im Frühjahr nächsten Jahres zu rechnen. Erst dann könnte die Ausschreibung der weiteren Bauarbeiten starten.

Insgesamt werden die Kosten für die noch ausstehenden Arbeiten auf 21,5 Millionen Euro beziffert. Endgültig fertiggestellt werden soll der Boulevard Kampstraße, dessen Planung schon mehr als 20 Jahre alt ist, nach den bisherigen Ankündigungen bis Ende 2025.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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