Bürgerinitiative kämpft mit Schildern gegen Lkw-Verkehr

hzLkw-Verkehr

Der Lkw-Verkehr durch den Wohnort beschäftigt Anwohner und Politiker seit vielen Jahren. Nun kündigt die Stadt an, dass bald wieder gemessen wird, wie viele Lkw durch den Stadtteil fahren.

Kirchderne

, 27.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bürgerinitiative zur Verkehrsberuhigung des Karrenbergs in Kirchderne hat Plakate an die Straßenlaternen gehängt, um die Lkw-Fahrer auf das seit Oktober 2018 bestehende Lkw-Durchfahrverbot aufmerksam zu machen.

Die letzte von der Stadt Dortmund in Auftrag gegebenen Zählung habe 236 Lkw täglich ergeben – und das trotz der Corona-Pandemie.

Stadt kündigt Verkehrszählung an

Die Stadt habe nun mitgeteilt, so Grünen-Ratsvertreter Wolfram Frebel, dass die Verkehrsmenge vermuten lasse, „dass ein Anteil an nicht anliefernden Lkw die Route nutzt“.

Dazu zur Erklärung: Lkw, die die vor Ort ansässigen Betriebe anfahren, sind von dem Durchfahrverbot ausgenommen. Die Stadt habe nun angekündigt, eine weitere Verkehrszählung im September 2020 nachzuholen.

So sieht es nicht selten Im Karrenberg in Kirchderne aus

So sieht es nicht selten an der Straße Im Karrenberg in Kirchderne aus. © Oliver Schaper (Archiv)

Frebel: „Wir stellen fest, dass seit Öffnung des Rewe-Großlagers auf dem Gebiet der ehemaligen Sinteranlage der Lkw-Verkehr noch zugenommen hat. Wir werden Kontakt mit der Polizei Dortmund aufnehmen, damit durch konzentrierte Kontrollen das Lkw-Fahrverbot durchgesetzt wird.“

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Das Durchfahrt-Verbot für Lkw in der Straße Im Karrenberg, die Kirchderne mit Alt-Scharnhorst verbindet, hat auch nach Ansicht der anderen Parteien im Stadtbezirk Scharnhorst bisher noch nicht den gewünschten Erfolg erzielt.

Deshalb hat auch die Bezirksvertretung Scharnhorst eine Verkehrszählung und Verkehrskontrollen für diese Straße gefordert.

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„Die Anwohner“, so hatte es in dem entsprechenden Antrag geheißen, „beschweren sich über Fahrten am frühen Morgen.“ Die Außengastronomie ansässiger Lokale sei wegen Lärmbelästigung und Abgasen zunehmend beeinträchtigt.

Aufkommen habe sich verdreifacht

Das Aufkommen von Lastwagen habe sich im Vergleich zu früheren Jahren verdreifacht, berichteten die Nachbarn schon 2017 bei einer Diskussion im Kirchderner Eck. Zum einen gebe es Verkehr von und zum TKS-Gelände auf der ehemaligen Westfalenhütte an der Rüschebrinkstraße, zum anderen fahren Lastwagen über den Karrenberg in Richtung Eving zur Feineisenstraße.

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Anwohner und BI-Mitglied Friedrich Wilhelm Körver sagte damals: „Die Lkw fahren die Strecke, um Maut zu sparen. Die B236 ist für Lkw mautpflichtig. Das kostet so 3 bis 4 Euro pro Wagen.“

Die Raser bilden ein zweites Problem

Doch zum Schwerlastverkehr kommen die Raser: „Abends düsen die hier hupend und mit lauter Musik die Straße rauf und runter“, klagte eine Anwohnerin. „Ich habe eine 16 Monate alte Tochter, mit der ich hier richtig aufpassen muss“, schilderte ein weiterer Anwohner. „Oft weiß man nicht, ob die Lkw hier auch noch die Kurve kriegen oder nicht irgendwo reinkrachen.“

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