Bundespolizei nimmt drei Personen am Flughafen Dortmund fest

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Vom Flugzeug in die Zelle: Gleich drei Personen, die am Donnerstag am Flughafen Dortmund angekommen sind, hat die Bundespolizei festgenommen. Eine von ihnen konnte eine Haftstrafe abwenden.

Dortmund

, 01.10.2020, 15:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Diese Reisen haben sich drei Fluggäste des Dortmunder Airports sicherlich anders vorgestellt: Als Bundespolizisten bei der Einreise am Donnerstag (1.10.) ihre Pässe scannten, wurden sie kurz danach von den anderen Passagieren weggeführt.

Als ein 32-jähriger Niederländer einreisen wollte, leuchtete im Computersystem der Hinweis auf, dass er in Deutschland wegen Betrugs verurteilt worden war und nicht die volle Geldstrafe bezahlt hat. 630 Euro standen noch aus, das entspricht rund 20 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe.

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Ähnlich war der Fall einer Rumänin, die 200 Euro nach einem Diebstahl-Urteil zahlen musste. Das hat sie tatsächlich auch direkt bar getan, wie Bundespolizei-Sprecher Volker Stall berichtet. Also konnte die Frau dann legal einreisen.

Anders endete die Reise für eine 19-jährige Bulgarin. Bei ihrer Passkontrolle fiel auf, dass im Januar 2018 ein Haftbefehl gegen sie ausgestellt wurde.

Falsche Hoffnung oder wahres Unwissen?

In fünf Fällen ist die junge Frau in Wiesbaden des Diebstahls aus Handtaschen schuldig gesprochen worden. Offenbar machte sie sich aus dem Staub, ohne die Haftstrafe anzutreten. Das wird nun nachgeholt.

Warum solche Menschen trotzdem versuchen, ausgerechnet am Flughafen einzureisen? Einige denken, ihre Strafe wäre verjährt, andere wissen vielleicht wirklich nichts von ihren Haftbefehlen, sagt Volker Stall.

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