Bundespolizei vollstreckt Haftbefehle am Hauptbahnhof und Flughafen

Kriminalität

In weniger als 24 Stunden hat die Bundespolizei mehrere Personen am Dortmunder Hauptbahnhof und am Flughafen festgenommen. Alle von Ihnen wurden mit mindestens einem Haftbefehl gesucht.

Dortmund

23.09.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bundespolizei hat von Dienstag (22.9.) bis Mittwochmorgen (23.9.) mehrere Personen, die mit Haftbefehl gesucht wurden, festnehmen können, berichtet sie.

So sei zunächst ein 26-Jähriger am Dienstag um 8.10 Uhr am Flughafen Dortmund kontrolliert worden. Bei ihm habe sich herausgestellt, dass er mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Das Amtsgericht Frankfurt/Main hatte ihn im Dezember 2019 wegen Betrugs in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 378,50 Euro verurteilt, heißt es. Nach Bezahlung des Betrags habe der aus Rumänien kommende Mann einreisen dürfen.

Am Abend gegen 19.50 Uhr sei dann ein 28-Jähriger kontrolliert worden – auch gegen ihn habe ein Haftbefehl vorgelegen, diesmal vom Amtsgericht Wuppertal. Der Grund: Fahren ohne Fahrerlaubnis. Weil auch er die geforderte Geldstrafe von 2787,50 Euro zahlen konnte, sei ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe erspart geblieben, heißt es.

Kontrollen auch am Hauptbahnhof

Gegen 21.30 Uhr, diesmal am Dortmunder Hauptbahnhof, habe eine Streife der Bundespolizei einen 23-jährigen Mann aus Vechta überprüft. Gegen ihn habe ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Wilhelmshaven bestanden.

Dieses hatte ihn wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls in sieben Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurteilt, heißt es in der Mitteilung. Weil er davon noch 337 Tage zu verbüßten hatte, lieferten die Bundespolizisten den Mann in die Dortmunder JVA ein.

Am frühen Mittwochmorgen erwischte es dann eine 43-jährige Frau aus Hagen. Diese sei gegen 6.15 Uhr am Abgang zur U-Bahn am Hauptbahnhof von Bundespolizisten überprüft worden. Bei der Überprüfung stellte sich heraus: Gegen die Frau lagen gleich zwei Haftbefehle und drei Aufenthaltsermittlungen vor, heißt es.

Erste Verurteilung Jahre her

Wegen des gewerbsmäßigen Betrugs mit gewerbsmäßiger Urkundenfälschung in zwölf Fällen, Diebstahls und Trunkenheit im Verkehr sei die Frau vom Dortmunder Amtsgericht bereits im Jahr 2011 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Doch die Haft habe die Frau seither nicht angetreten, so die Bundespolizei.

Dann, im August 2016, sei sie erneut vom Amtsgericht Dortmund wegen Diebstahls und Schwarzfahrens zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden, von welcher sie noch 118 Tage zu verbüßen hatte. Die Bundespolizei habe sie in die Gelsenkirchener JVA eingeliefert, wo sie nun die nächsten 483 Tage bleiben müsse.

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