Burger kamen nicht schnell genug: Frauen rasten aus

McDonald's im Hauptbahnhof

Weil sie zu lange auf ihr Essen warten mussten, sind zwei 32-jährige Frauen im McDonald's im Hauptbahnhof Dortmund ausgerastet. Sie hielten am Donnerstagabend den Betrieb im Imbiss dermaßen auf, dass die Bundespolizei gerufen wurde. Doch dadurch eskalierte die Situation erst richtig.

DORTMUND

, 17.06.2016, 10:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auslöser des Streits war offenbar, dass die beiden Frauen aus Bochum und Herne gegen 21.50 Uhr nicht sofort ihre Burger bekamen und an der Seite des Bestelltresens auf ihre Bestellung warten sollten. Das passte den beiden Kundinnen offensichtlich überhaupt nicht: Laut Bundespolizei beschwerten sie sich "lautstark" über die Wartezeit und ignorierten Anweisungen des Personals. Auch ein Beschwerdeformular, das ihnen angeboten wurde, beruhigte die Situation nicht - im Gegenteil.

Schließlich rief die Filialleitung die Bundespolizei. Doch die hatte auch ihre liebe Mühe mit den tobenden Frauen: "Als sie das Restaurant verlassen sollten, weigerten sie sich und mussten durch die Einsatzkräfte aus den Verkaufsräumen geführt werden", schreibt Bundespolizeisprecher Volker Stall in einer Pressemitteilung. "Während die Frau aus Herne das Geschäft freiwillig verließ, musste ihre Begleitung herausgeführt werden. Dabei ließ diese sich auf den Boden fallen und musste getragen werden."

Als eine der beiden Frauen schließlich versuchte, ihre Freundin zu befreien, hatten die Beamten genug: Die Randaliererinnen wurden auf die Polizeiwache nebenan mitgenommen. "Hier störten sie lautstark den Dienstbetrieb", so Stall. Die Polizei nahm ihre Personalien auf.

Danach hätten sie eigentlich die Wache verlassen können - doch die Bochumerin war offensichtlich noch nicht fertig mit ihrer Tirade. Sie weigerte sich zu gehen, beleidigte einen Beamten mit den Worten: "Scheiß Deutscher Staat, du dummer Bulle" und schlug einem 26-jährigen Bundespolizisten mit der flachen Hand gegen den Kopf.

Die Bilanz des Ausrasters fasst Stall wie folgt zusammen: "Gegen beiden Frauen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands eingeleitet. Die Bochumerin wird sich zusätzlich wegen Beleidigung und Körperverletzung verantworten müssen."

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