Busbahnhof in Dortmund wird wegen „Fridays for Future“ gesperrt: Unternehmer ist stinksauer

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Am Freitag (29.11.) ist wieder Klimastreik-Tag. Die angekündigte Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung an der Nordseite des Hauptbahnhofs sorgt schon im Vorfeld für Ärger.

Dortmund

, 28.11.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehrere Tausend Anhänger der Fridays-for-Future-Bewegung gehen am Freitag (29.11.) wieder beim weltweiten Klimastreik-Tag in Dortmund auf die Straße. Die Demonstrationen beginnen um 12 Uhr am Platz vor dem Cinestar-Kino an der Nordseite des Hauptbahnhofs.

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Eine Folge: Der Zentrale Busbahnhof (ZOB), an dem insbesondere viele Reisebusse abfahren und ankommen, ist von 6 bis 20 Uhr geschlossen.

Ärger über kurzfristige Sperrung

Die Ankündigung sorgt schon im Vorfeld für Ärger: Reiseunternehmer Stefan Schütz hat sich bei ZOB-Betreiber Dopark über die praktisch ganztägige Schließung und die kurzfristige Information zweieinhalb Tage vor der Sperrung beklagt. Dopark hat die Sperrung erst am 26. November (Dienstag) per Mail verkündet.

Dopark-Geschäftsführer Simon Kinz räumt auf Anfrage ein, dass die Information leider verspätet weitergegeben worden sei. Dafür habe er sich auch bei Schütz entschuldigt.

Bitte der Polizei

Für die Sperrung an sich könne Dopark allerdings nichts. Man sei von der Polizei gebeten worden, den Busbahnhof, der direkt neben dem Vorplatz des Cinestar liegt, aus Sicherheitsgründen zu schließen, berichtet Kinz. Schließlich werden zu der Klimastreik-Demo wieder mehrere Tausend Teilnehmer erwartet.

Die Polizei bestätigt, dass sie Halteverbotszonen im Umfeld des Veranstaltungsorts angeregt hat. Ab 8 Uhr solle der Aufbau der Demo-Veranstalter unter anderem mit einer Bühne beginnen. Deshalb sei die Sperrung schon deutlich vor Veranstaltungsbeginn sinnvoll.

„Wir verlieren durch die Sperrung selbst jede Menge Umsatz“, erklärt Kinz. Denn für die Nutzung des ZOB zahlen die Busunternehmen eine zeitlich gestaffelte Gebühr.

Parkplätze an der Messe als Alternative für Bus-Unternehmen

Dopark bietet als kostenlose Alternative zum Busbahnhof an der Steinstraße die Parkplätze E1 und E2 am Remydamm an. Sie sind ebenfalls direkt mit der Stadtbahn-Linie U45 zu erreichen.

Für Stefan Schütz ist das allerdings kein guter Ersatz: Er nennt es „die absolute Frechheit, uns einen Ersatzzustieg am Stadion anzubieten. Die Masse unserer Gäste ist über 70 Jahre alt und nicht mehr so mobil.“

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