Nach sechs Jahren Planung: Busschleife Am Wittfeld kann gebaut werden

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Damit haben viele Anwohner wohl nicht mehr gerechnet: Der Kauf des Grabelands Am Wittfeld wurde abgeschlossen. 400.000 Euro sollen nun in den Bau einer neuen Busschleife fließen.

Derne

, 13.07.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was lange währt, wird endlich gut: Dieser Spruch passt ganz gut zum geplanten Bauvorhaben in Derne. Sechs Jahre hat es gedauert, bis endlich Fahrt kam in den Bau einer Busschleife auf dem Grabeland an der Ecke Am Wittfeld/Im Schellenkai.

Nun wurde das Vorhaben bei einem Termin besiegelt. Neben verschiedenen Kommunalpolitikern war auch Jörg Jacoby, Finanzvorstand von DSW21 anwesend.

„Die Politiker haben den Anwohnern wiederholt gesagt, dass sie ihre Busschleife bekommen und die Straße heil bleibt“, sagte Heike Gottwald, Ratsvertreterin für Derne. „Aber nach sechs Jahren glaubt das so schnell niemand mehr.“

Karin Heiermann (SPD) (v.l.), Anja Kirch (SPD), Rüdiger Schmidt (SPD), Jörg Jacoby (DSW21) und Heike Gottwald (SPD) freuen sich, dass der Kauf des Grabelands Am Wittfeld endlich abgeschlossen werden konnte.

Karin Heiermann (SPD) (v.l.), Anja Kirch (SPD), Rüdiger Schmidt (SPD), Jörg Jacoby (DSW21) und Heike Gottwald (SPD) freuen sich, dass der Kauf des Grabelands Am Wittfeld endlich abgeschlossen werden konnte. © Tobias Larisch

Schon in den 60er-Jahren sei Am Wittfeld eine kleine, enge Straße und für den Busverkehr ungeeignet gewesen, so Ratsvertreter Rüdiger Schmidt. In den vergangenen Jahren habe der Bus- und Individualverkehr dort in einem Maße zugenommen, der die Straße überfordert.

Mittlerweile fahren drei Buslinien im Halbstundentakt (410, 411 und 420) durch die kürzlich komplett renovierte Straße. Das Eigengewicht der Busse drückt dabei auf die unter dem Asphalt liegenden Versorgungsleitungen. Erste Schäden davon sind schon sichtbar.

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Bereits auf einer Bürgerversammlung im Jahr 2013 hatten sich Bürger über den Busverkehr durch die Anliegerstraße bis zur Endhaltestelle beschwert. Kurze Zeit später ergab sich aus Gesprächen mit dem Liegenschaftsamt der Stadt und der RAG (Besitzer des Grabelands Am Wittfeld) eine Lösungsmöglichkeit.

2014 stellte die Bezirksvertretung Scharnhorst 450.000 Euro für den Kauf des Grabelands zur Verfügung. Der Kaufprozess zog sich wegen fehlender Kommunikation zwischen der Verwaltung der Stadt und der RAG über mehrere Jahre hin.

Nun war es endlich so weit: Das Grabeland wurde gekauft, die Vermessungen haben begonnen und die ersten Planungen liegen bereits vor. Einen Termin für den Baubeginn gibt es aber noch nicht.

So sieht das Grabeland Am Wittfeld aus. Dort soll eine Busschleife entstehen.

So sieht das Grabeland Am Wittfeld aus. Dort soll eine Busschleife entstehen. © Tobias Larisch

„Wir hoffen auf eine rasche Umsetzung, damit nicht noch einmal sechs Jahre vergehen müssen, bis hier die ersten Busse wenden können“, sagt Karin Heiermann, SPD-Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung Scharnhorst.

Von der Straße Im Schellenkai sollen die Busse rechts in die Busschleife fahren und diese auch über diese Stelle verlassen. Die dortige Haltestelle werde barrierefrei und behindertengerecht gebaut. Auf die unnötige Beanspruchung von Grabeland soll durch eine schmale Strecke verzichtet werden.

Kosten betragen 400.000 Euro

Gebaut wird die Anlage vom Tiefbauamt. Die Kosten belaufen sich auf circa 400.000 Euro. 80 bis 90 Prozent davon sollen durch Fördermittel aus dem Topf des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr bezahlt werden. Der Rest werde mit Haushaltsmitteln der Stadt finanziert.

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