BVB-Spieler Raphael Guerreiro muss vor Gericht

Nach Unfallflucht

Weil er unerlaubt von einem Unfallort geflüchtet sein soll, droht BVB-Spieler Raphael Guerreiro jetzt eine hohe Geldstrafe. Das Amtsgericht Dortmund hat einen Strafbefehl gegen den 23-jährigen Fußballprofi verhängt und ihm ein Fahrverbot erteilt. Im August muss der portugiesische BVB-Spieler persönlich vor Gericht erscheinen.

DORTMUND

, 03.05.2017, 08:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Raphael Guerreiro droht Ärger. Gegen ihn wurde ein Strafbefehl beantragt,

Raphael Guerreiro droht Ärger. Gegen ihn wurde ein Strafbefehl beantragt,

Wie der Dortmunder Staatsanwalt Elmar Pleus am Morgen bestätigte, fordert die Staatsanwaltschaft 40 Tagessätze à 3000 Euro von dem BVB-Profi - in der Gesamtsumme 120.000 Euro. Diesen Strafbefehl hat das Dortmunder Amtsgericht am 14. Februar auch verhängt.

Der Strafbefehl basiert auf einer Unfallflucht, die Raphael Guerreiro am 21. November letzten Jahres begangen haben soll. Dabei soll er, wie die Bild-Zeitung am Mittwoch zuerst berichtete, mit seinem Sportwagen einem anderen Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung Wiekesweg/Breierspfad  in Dortmund-Brackel die Vorfahrt genommen haben. Der Schaden war nicht groß - Guerreiro fuhr offenbar einfach davon. "Er stellte sich aber meines Wissens nach später selbst bei der Polizei", sagte Staatsanwalt Elmar Pleus.

Nach Auskunft von Jan Schwengers, Richter am Dortmunder Amtsgericht, betrug der Schaden des Unfalls rund 2000 Euro. Gegen den verhängten Strafbefehl hat der BVB-Profi Einspruch eingelegt. Daher kommt es jetzt im August zu einer mündlichen Verhandlung - zu der Raphael Guerreiro auch selbst kommen muss. "Das Gericht hat das persönliche Erscheinen des Angeklagten angeordnet", erklärte Jan Schwengers.

Neben der Geldstrafe droht Raphael Guerreiro auch ein neunmonatiges Fahrverbot.

Der BVB wird zu dem Fall nichts sagen. Der Verein teilte auf Anfrage mit: "Es handelt sich um ein schwebendes Verfahren. Und zu solchen äußern wir uns selbstverständlich nicht."

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