BVB-Start mit Zuschauern: So kommen die Fans zum Stadion und zurück

hzBundesliga und Corona

10.000 BVB-Fans aus dem Großraum Dortmund und NRW können beim Bundesliga-Auftakt von Borussia Dortmund am Samstag dabei sein. Bei der Anreise gibt es einige besondere Punkte zu beachten.

Dortmund

, 17.09.2020, 13:59 Uhr / Lesedauer: 3 min

Jetzt gibt es auch die offizielle Genehmigung der Stadt, nachdem das NRW-Gesundheitsministerium sein Okay gegeben hat: Beim Bundesliga-Auftakt des BVB am Samstag (19.9.) um 18.30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach können 10.000 Zuschauer dabei sein.

Im Stadion ist nach dem BVB-Hygienekonzept für coronagerechten Abstand gesorgt. Im Blick hat man aber vor allem auch An- und Abreise der Fans. Durch Zeitfenster, in denen man das Stadion betreten und verlassen soll, wird für eine zeitliche Entzerrung gesorgt.

Ansonsten hat der BVB eine sonst eher unübliche Bitte: Er ruft dazu auf, möglichst zu Fuß oder mit dem Auto zum Stadion zu kommen. Dafür gebe es rund ums Stadion mit fast 11.000 Parkplätzen ausreichend Platz.

Messe Creativa sorgt für kleine Probleme

Ein kleines Problem gibt es freilich: In den Westfalenhallen findet zurzeit die Messe Creativa statt, zu der am Samstag ebenfalls gut 10.000 Besucher (und vor allem Besucherinnen) erwartet werden. Hier könnte der späte Spielbeginn um 18.30 Uhr allerdings für Entzerrung sorgen. Ein Teil der 3500 Parkplätze direkt an den Hallen könnte aber bereits belegt sein.

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Zwischen Westfalenpark und Stadion gibt es aber 6000 Parkplätze, die von Dopark betrieben werden. Dort stellt man sich auf den ersten Großeinsatz in Corona-Zeiten ein. „Wir sind gut gerüstet und rechnen mit keinen Problemen“, erklärt Dopark-Geschäftsführer Simon Kinz. Für Entspannung sorge, dass nur Heim-Fans aus Dortmund beziehungsweise NRW zugelassen sind. „Und die kennen sich alle aus“, ist Kinz überzeugt.

Stadt-Mitarbeiter im Einsatz

Auch die Stadt weist aber wegen der gleichzeitig stattfindenden Messe auf mögliche Engpässe hin. Sperrungen sowie freie Parkplätze

würden über das Parkleitsystem angezeigt. An den Sperrstellen sind Mitarbeiter des Tiefbauamts im Einsatz, die Hinweise zu freien Parkmöglichkeiten geben

können.

Dringend ab rät Stadtsprecher Christian Schön, sich Parkplätze in den angrenzenden Wohngebieten zu suchen. Dort fänden Kontrollen des Ordnungsamtes statt.

Aber auch bei Bus- und Bahn-Betreiber DSW21 stellt man sich auf Fußball-Verkehr ein. Dort rechnet man mit etwa 3000 BVB-Fans, die mit Bus und vor allem mit der Stadtbahn anreisen - das ist weniger als ein Zehntel des Fahrgast-Aufkommens bei Heimspielen mit vollem Stadion. Grundsätzlich gelten die BVB-Eintrittskarten auch an diesem Spieltag als Kombi-Ticket für die Hin- und Rückfahrt.

Zum BVB-Spiel am Samstag verstärkt auch DSW21 den Einsatz von Bussen und Bahnen, auch wenn nur 10.000 Zuschauer dabei sein können.

Zum BVB-Spiel am Samstag verstärkt auch DSW21 den Einsatz von Bussen und Bahnen, auch wenn nur 10.000 Zuschauer dabei sein können. © Jörg Schimmel/DSW21

Auch wenn deutlich weniger Fans unterwegs sind, könnte es in den Fahrzeugen vor und nach dem Spiel punktuell etwas voller werden, warnt DSW-Verkehrsvorstand Hubert Jung, der an die Maskenpflicht erinnert. „Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein aller Fahrgäste, sich selbst und andere durch das konsequente Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu schützen. Das gilt natürlich auch an diesem Samstag.“

DSW21: BVB-Fans sollen sich bei Abreise Zeit lassen

Auf Eigenverantwortung hofft Jung vor allem bei der Abreise. „Stürmen Sie nach Abpfiff nicht direkt los, sondern bleiben Sie noch etwas im Stadion. Damit tragen Sie selbst zu einer entspannteren Situation an den Haltestellen im Stadionumfeld bei“, appelliert er an die Fans. Der BVB werde diese Aufforderung mit entsprechenden Durchsagen unterstützen.

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Auch wenn es am Samstag nicht den üblichen BVB-Verkehr geben wird, verstärkt DSW21 den Einsatz von Bussen und Bahnen zum und vom Signal Iduna Park. Die Stadtbahnlinie U45 fährt ab etwa 15.45 Uhr weitgehend im 5-Minuten-Takt zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Westfalenhallen.

Anders als sonst üblich wird die Haltestelle Stadion nicht angefahren. Man kann aber auch an der Haltestelle Remydamm aussteigen und von dort aus zu Fuß zum Stadion.

Für die Rückreise ist die Haltestelle Stadion dann aber mit reguliertem Zugang geöffnet. Von dort fährt die U45 mit zusätzlichen Fahrten verstärkt bis zum Hauptbahnhof.

Am Hauptbahnhof werden die Fußball-Fans - wie schon in den vergangenen Spielzeiten über den Nordeingang - zum Bahnsteig gelenkt, um den Zugang zur Stadtbahn-Station besser zu regeln.

Alternative Bus- und Bahn-Linie

Alternativ ist das Stadion auch mit den Stadtbahnlinien U42 (Grevel-Hombruch) mit der Haltestelle Theodor-Fliedner-Heim und mit der U46 aus der Innenstadt zur Westfalenhalle zu erreichen.

Auch die Buslinie 450 wird zwischen Kirchhörde und Westfalenhallen durch zusätzliche Fahrzeuge verstärkt. Hier ist dann vor dem Spiel ab etwa 15.15 Uhr alle fünf Minuten und nach dem Spiel etwa alle sechs Minuten ein Bus im Einsatz.

Anders als an regulären Spieltagen ist aber der Uni-Shuttle-Bus von der Universität zur Haltestelle Theodor-Fliedner-Heim nicht im Einsatz. Auch die Einsatzwagen auf den Linien 440, 448 und 453 werden ausgespart.

ADFC-Fahrradwachen sind geöffnet

Eine weitere Alternative für An- und Abreise ist das Fahrrad. Die kostenlosen Fahrradwachen des ADFC stehen wieder ab 90 Minuten vor Spielbeginn und bis 45 Minuten nach Spielende an der Strobelallee/Ruhrallee, an den Rosenterrassen und am Freibad Volksbad bereit. Für E-Scooter ist die Strobelallee aber weiter tabu.

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