CDU streitet mit Patrick Arens über Umbenennung des Weihnachtsmarkts Dortmund

Weihnachtsstadt

In den sozialen Medien wird die Umbenennung des Weihnachtsmarktes in Weihnachtsstadt heiß diskutiert. Bei der CDU in der Innenstadt-West gab es eine Kontroverse mit Schausteller-Chef Arens.

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, 27.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
CDU streitet mit Patrick Arens über Umbenennung des Weihnachtsmarkts Dortmund

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt um den großen Tannenbaum lockt jedes Jahr Tausende Besucher in die City. © Susanne Riese

Patrick Arens, Schausteller und Veranstaltungsorganisator, war am 11. November Gast in der Reihe „Lokalpolitik aktuell“ des CDU Stadtbezirks Innenstadt-West. Den CDU-Mitgliedern und interessierten Teilnehmern brannte vor allem eine Frage unter den Nägeln: Warum wurde der Dortmunder Weihnachtsmarkt zur „Weihnachtsstadt“? Wird mit einer weiteren Tradition gebrochen?

Der Baum, beziehungsweise seine Beleuchtung, brennt seit Montag, 25. November. Seitdem erhitzen sich die Gemüter über das Thema.

„Wir wollen niemandem seinen Dortmunder Weihnachtsmarkt wegnehmen“, sagte Arens, Mit-Organisator der Weihnachtsstadt. Er selbst sei der größte Weihnachtsfan und eng mit dem Weihnachtsmarkt verbunden. Der Markt sei inzwischen eine eigene Stadt geworden, mit eigenen Themenplätzen und einem großen Eingangstor. Dies wolle man verdeutlichen.

Manche konnten die Umbenennung dennoch nicht nachvollziehen: „Ich gehe seit Jahrzehnten in der Adventszeit auf unseren Weihnachtsmarkt“, erklärte eine Teilnehmerin. Mit Weihnachtsstadt könne sie nichts anfangen.

Und auch der Fraktionssprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt-West, Jörg Tigges, hielt dagegen: „Mit Stadt verbindet man Lärm und Hektik.“ Der Weihnachtsmarkt sei das genaue Gegenteil: Er stehe für Ruhe und Entschleunigung.

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Arens meinte dazu, Ruhe und Zeit zum Verweilen werde es auch in der Weihnachtsstadt geben. Deshalb habe man sich bewusst gegen eine Beschallung mit Weihnachtsmusik an den Ständen ausgesprochen.

Auch die traditionelle WDR-Schlagerweihnacht fällt in diesem Jahr aus. Der Konzertnachmittag hatte in der Vergangenheit stets Tausende Besucher angezogen, anfangs mit Schlagern, später mit Oldies.

Dafür laden neben dem täglichen Bühnenprogramm in diesem Jahr Radio 91.2 und Radio NRW am 5. Dezember (Donnerstag) zu einem Konzert im Rahmen der Aktion „Lichtblicke“ mit Philipp Dittberner („Wolke 4“) und der Dortmunder Gruppe Max im Parkhaus ein (ab 17.20 Uhr auf der Weihnachtsmarktbühne auf dem Alten Markt). Wahrscheinlich wird auch dort der neue Name mitunter Thema sein.

Schausteller Patrick Arens stellte eine Umfrage in Aussicht, in der die Weihnachtsstadt von der Bevölkerung beurteilt wird. Der Name Weihnachtsstadt bliebe bestehen. Es könne aber „jeder für sich entscheiden, wie er sie nennt“.

Am Ende der Veranstaltung äußerte Patrick Arens noch einen Wunsch: Er würde gern die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt weiter ausbauen und wünscht sich dafür finanzielle Unterstützung.

Die Weihnachtsstadt ist noch bis zum 30. Dezember (Montag) geöffnet. Am 1. Weihnachtstag bleiben die Buden geschlossen.

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