Corona-Ausbruch an Dortmunder Schule – mehr als 20 positive Fälle

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An einer Dortmunder Schule hat es einen Corona-Ausbruch mit größerer Wirkung gegeben. Zahlreiche Klassen müssen zuhause bleiben. Der Schulleiter rechnet mit weiteren Fällen.

Dortmund

, 20.11.2020, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Unterricht an der Hauptschule am Hafen ist zurzeit in Teilen lahmgelegt. Nach einem positiven Corona-Test sind am Freitag (20.11.) rund 180 Schüler aus neun Klassen zuhause geblieben.

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Am Freitag lag die Zahl der positiv getesteten Schülerinnen und Schüler laut Schulleiter Norbert Rempe-Thiemann bei 21. „Dabei stellen wir eine deutliche Zunahme in den letzten Tagen fest – was auf Grund der Gesamtlage nicht verwunderlich ist“, sagt Rempe-Thiemann. Auch eine Lehrerin sei positiv getestet worden, eine weitere sei ein Verdachtsfall.

Ein Drittel der Schüler ist in Quarantäne

Am Donnerstag (19.11.) waren 15 Klassen in den Distanzunterricht geschickt worden. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt ist diese Zahl aber wieder verringert worden.

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18 Klassen an der Hauptschule am Hafen mit insgesamt 520 Schülerinnen und Schülern erhielten am Freitag Unterricht vor Ort an der Lützowstraße. Einige Eltern ließen ihr Kind aus Vorsicht zuhause. „Dafür habe ich als Schulleiter Verständnis“, sagt Rempe-Thiemann.

Schulleiter vermutet eine hohe Dunkelziffer

Es lasse sich nicht nachverfolgen, wo der Infektionsherd liege. „Wir vermuten deshalb eine hohe Dunkelziffer“, sagt Norbert Rempe-Thiemann. Er sagt dies auch auf Grundlage seiner Beobachtung, dass die Corona-Schutzregeln in der Dortmunder Nordstadt vielfach weniger streng eingehalten würden als anderswo.

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Bereits seit einigen Wochen führt die Hauptschule bei allen Schülern Temperaturmessungen durch. Bei einer Temperatur über 37,3 Grad dürfen diese die Schule nicht betreten. Rempe-Thiemann sagt: „Es passiert dauernd, dass wir Kinder nach Hause schicken.“

Virus verbreitet sich trotz zahlreicher Schutzmaßnahmen in der Schule

Diese und weitere Maßnahmen wie Maskenpflicht im Unterricht und regelmäßiges Lüften hätten die Verbreitung des Virus aber offensichtlich nicht verhindert, so der Schulleiter. „Wir können zurzeit absolut nicht von einem normalen Schulbetrieb sprechen.“

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Für die Hauptschule am Hafen seien deshalb für Wechselmodelle zwischen Präsenz- und Distanzunterricht denkbar. „Wir hatten Alternativkonzepte schon im Sommer in der Schublade. Die sind uns verboten worden mit der Begründung, dass es kein Infektionsgeschehen gibt.“

Die Hauptschule hat gerade 400 neue iPads von der Stadt Dortmund erhalten, die in Kürze für den Unterricht auf Distanz genutzt werden können.

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