DSW21 lässt wieder mehr Busse und Bahnen fahren

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Der Betrieb in Dortmunds und Castrop-Rauxels Schulen und Geschäften nimmt wieder zu. Daher setzt DSW21 wieder mehr Busse und Bahnen ein. Die Ausweitung hat aber ihre Grenzen.

Dortmund

, 01.05.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

DSW21 reagiert auf die weitergehende Öffnung von Schulen und Geschäften. Das Dortmunder Verkehrsunternehmen kündigt für die Woche ab dem 4. Mai (Montag) an, sein Angebot bei Bussen und Bahnen weiter zu optimieren. Und zwar, „völlig unabhängig davon, welche Beschlüsse die Bundes- und Landespolitik in den nächsten Tagen zu Lockerungen in der Corona-Pandemie fasst“, wie DSW-Vorstandschef Guntram Pehlke betont.

Bislang ausreichend Abstand möglich

Schon zur teilweisen Wiederaufnahme des Schulunterrichts am 23. April hatte DSW21 das Angebot aufgestockt. Und das habe sich ausgezahlt, wie das Unternehmen bilanziert. Die großen Kapazitäten erlaubten es den Fahrgästen in Bussen und Bahnen im Regelfall, den nötigen Abstand zum Schutz vor einer Corona-Infektion zu wahren.

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Jetzt richtet man sich auf die schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs und die Lockerungen in vielen anderen Bereichen ein. Man biete jetzt bereits 97 Prozent des gewohnten Angebot, rechnet DSW vor.

Zwölf Busse in Reserve

Zu dem bewährten Grundfahrplan, der schon um zusätzliche Bus-Fahrten ergänzt werde, wolle man ab Montag (4.5.) zusätzlich flexible Verstärkungen bieten: Insgesamt zwölf Reserve-Busse, die in Dortmund und Castrop-Rauxel bereitstehen, können bei Bedarf kurzfristig auf stark frequentierten Verbindungen eingesetzt werden.

„So können wir flexibel auf den tatsächlichen Bedarf sowie auf Rückmeldungen von Fahrgästen und Mitarbeitenden reagieren“, erklärt Guntram Pehlke. Dazu gibt es auch regelmäßige Fahrgast-Zählungen in Bussen und Bahnen.

Weitere Schritte sind in Planung: „Wir haben bereits Szenarien durchgespielt, mit denen wir für eine Ausweitung des Schulunterrichts und Lockerungen in anderen gesellschaftlichen Bereichen gewappnet sind“, sagte Pehlke. So werde DSW21 sein Angebot bereits zum 11. Mai noch einmal deutlich erweitern - immer in engem Austausch mit der Stadt Dortmund und dem Corona-Krisenstab.

Kapazitäten sind begrenzt

Allerdings hatte der DSW-Chef schon vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass das Ausweiten der Kapazitäten auch seine Grenzen hat.

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Dazu hatte er auf eine Schätzung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen verwiesen, nach der die fünf- bis sechsfache Menge an Fahrzeugen und Fahrern nötig sei, um für die Fahrgäste den empfohlenen Mindestabstand von 1,50 Meter zu ermöglichen. Für Dortmund wären dann rund 850 statt der vorhandenen 170 Busse und 4500 statt 900 Fahrer nötig.

Nicht zuletzt deshalb gilt insbesondere im öffentlichen Nahverkehr die Pflicht, einen Mund-und-Nasen-Schutz zu tragen. Dafür reichen notfalls auch ein Schal oder ein Tuch.

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