Corona-Einsätze: Ansammlung von 50 Personen aufgelöst - Rechtsradikaler in Gewahrsam

Einsatz-Zahlen

Die Polizei nennt Zahlen zu Einsätzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. So wurde eine große Gruppe aufgelöst. Ärger gab es auch mit einer Shisha-Bar.

Dortmund

25.03.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Ansammlung von bis zu 50 Personen hat die Polizei Dortmund am Dienstag auflösen müssen.

Eine Ansammlung von bis zu 50 Personen hat die Polizei Dortmund am Dienstag auflösen müssen. © Archiv

Insgesamt 81 Einsätze verzeichnete die Polizei Dortmund am Dienstag (24.3.), die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie standen. Auch wenn sich das Gros der Bevölkerung an die Vorgaben halte, seien die Botschaften bei Einzelnen noch nicht angekommen, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange.

Bei den Einsätzen habe es sich laut Polizei zumeist um Ansammlungen von maximal zehn Personen gehandelt, die durch kooperative Gespräche aufgelöst werden konnten.

Nicht so am Dienstagnachmittag, als sich bis zu 50 Personen auf dem Nordmarkt aufhielten. Nach einer Ansprache hätten sich laut Polizei zwar die meisten Menschen entfernt, ein Mann habe sich jedoch gewehrt und fremdenfeindliche Aussagen von sich gegeben.

Bekannter Rechter beteiligt

Bei dem Mann handelte es sich um ein polizeibekanntes Mitglied der rechten Szene, so die Polizei. Weil bei dem Mann weder Gespräche noch ein Platzverweis ausreichten, nahmen die Beamten ihn in Gewahrsam. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung.

Auch der Besitzer einer Shisha-Bar an der Münsterstraße zeigte sich am Dienstag uneinsichtig. Bereits zum fünften Mal hatte dieser seine Bar geöffnet, mehrere Personen hielten sich dort auf, so die Polizei. Die Folge: Gegen den Besitzer erstattete die Polizei Anzeige, zudem versiegelte die Stadt die Bar und sorgte damit für die dauerhafte Schließung.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt