Das Kreis-Gesundheitsamt hat am Montag 26 Corona-Neuinfektionen für Schwerte gemeldet. © picture alliance/dpa
Covid-Auswertung

Corona-Hotspots in Dortmund: Zwei Bezirke mit vielen Infektionen

Dortmund hat beim Inzidenzwert die 200er-Marke überschritten. In welchen Teilen der Stadt hat sich Corona zuletzt stark verbreitet? Die Zahlen zeigen: Zwei Bezirke stechen deutlich hervor.

Im Durchschnitt für die ganze Stadt gab es zuletzt einen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen von 15,85 Prozent. Zwei der zwölf Bezirke in Dortmund verzeichneten allerdings noch höhere Zahlen.

In Brackel betrug die Differenz zum Vormonat 24,68 Prozent. Heißt: Im beobachteten Zeitraum gab es rund ein Viertel mehr Covid-Fälle als davor. Noch größer war allerdings der Anstieg in Mengede.

Anstieg um 27 Prozent in Mengede

Dort ging es sogar um 27,01 Prozent hinauf. Auch Aplerbeck (18,97 Prozent) liegt noch über dem Durchschnitt für ganz Dortmund, alle anderen Bezirke liegen darunter.

Die umfangreiche Auswertung der Stadtverwaltung bezieht sich auf den Zeitraum von 13. März bis 12. April 2021. In diesem Zeitraum wuchs die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet von etwa 66 auf rund 130. Seitdem ging es weiter stetig bergauf bis auf etwa 220.

Tiefster neuer Wert höher als letzter Spitzenreiter

Schlusslicht in der Auswertung für März/April ist Innenstadt-Ost mit einem Infektions-Plus von 11,28 Prozent. Ein Wert, der aber immer noch höher liegt als der Spitzenreiter im vorherigen Monat.

Da war die Innenstadt-West mit 11,28 Prozent der Ausreißer nach oben bei den Neuinfektionen. Und der Durchschnittswert für Dortmund betrug noch 8,56 Prozent.

Viele Infektionen in Schulen und Kitas

Wo haben sich nun die Dortmunder angesteckt von Mitte März bis Mitte April? Weniger in Pflegeeinrichtungen, wegen der Hygienemaßnahmen und der Impfungen, schreibt die Stadt.

„Gleichzeitig ist ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen im Bereich Kindertagesstätten/Schulen zu beobachten, was auf die beschlossenen Lockerungen in diesen Bereichen zurückzuführen ist“, heißt es in der Analyse des Infektionsgeschehens.

Ansteckend, aber noch nicht als Coronafall erkannt

Sind die Bezirke mit vielen Neuinfektionen auch besonders gefährlich? Das sagen die Zahlen nur bedingt. „Der Wohnbezirk ist nicht mit dem Infektionsort gleichzusetzen“, unterstreicht die Stadt.

Da aber Infizierte mehrere Tage ansteckungsfähig seien, „bevor eine Diagnostik erfolgt und sich die meisten Personen in dieser Zeit im Umfeld ihres Wohnortes aufhalten“, könne man davon ausgehen, dass das Virus dann zuhause oder im unmittelbaren Umkreis weiter verteilt werde.

Was man zudem beobachte: Die Unterschiede zwischen den am stärksten und den am wenigsten betroffenen Stadtbezirken sind größer geworden. Dies, so die Stadt, „deutet darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen in allen Stadtbezirken wieder sehr unterschiedlich entwickelt“.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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