Daten-Auswertung des ZDF

Corona-Inzidenz unter Dortmunds Schulkindern viel höher als der Durchschnitt

Dortmunds lässt angesichts rasant steigender Corona-Zahlen seine Schulen geschlossen. Doch wie hoch ist eigentlich die Inzidenz unter Schulkindern? Eine neue Daten-Auswertung zeigt es.
Kinder im Sportunterricht © dpa (Symbolbild)

Dortmunds Schüler bleiben entgegen vorheriger Pläne größtenteils weiter im Distanzunterricht: Das Land hat einen entsprechenden Antrag der Stadt am späten Freitagabend angenommen.

Das Kernargument der Stadt Dortmund waren die rasant steigenden Corona-Zahlen in der Stadt, die sich in den letzten Tagen bei der Sieben-Tages-Inzidenz rasant der 200er-Marke näherten. Durch die Schulschließung hofft die Stadt, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen.

Inzidenz bei Schulkindern liegt fast 80 Punkte über dem Dortmund-Schnitt

Eine bundesweite Datenauswertung des ZDF legt den Schluss nahe, dass dieser Schritt durchaus Sinn ergibt. Denn ihr zufolge ist die Altersgruppe der Schulkinder in Dortmund momentan bedeutend stärker von Corona betroffen als der Rest der Bevölkerung.

Die Inzidenz der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen (die größtenteils deckungsgleich mit der Schülerschaft ist) gibt die Auswertung mit 250 an – sie liegt fast 80 Punkte über jener der Gesamtstadt (173). Die Daten basieren auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag (16.4.).

Im Gegensatz zu den Schulen bleiben Dortmunds Kitas geöffnet, auch wenn es nach wie vor die „dringende Bitte“ gibt, die Kinder Zuhause zu behalten. In der betroffenen Altersgruppe der 0- bis 4-Jährigen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz mit 124 weit unter dem Stadtschnitt.

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