Corona-Krise bringt Vereine in Zahlungsnot: Jetzt naht Hilfe

hzVereine in Not

Abgesagte Veranstaltungen, fehlende Mitgliedsbeiträge, leere Plätze und Hallen: Vereine leiden unter der Corona-Krise. Zumindest finanziell wollen Lokalpolitiker jetzt helfen.

Huckarde

, 07.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zahlreiche Vereine haben derzeit kein leichtes Spiel. Der Trainings- oder Probenbetrieb ist wegen des Coronavirus eingestellt worden. Und die Krise bringt noch weitere negative Begleiterscheinungen mit sich.

„Einige Vereinsvertreter sind schon auf die Bezirksvertretung Huckarde zugekommen und haben von ihrer derzeitigen Situation berichtet“, erzählt der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Keller.

Die Rede ist von jährlichen Veranstaltungen, die nun nicht stattfinden können, von ausgefallenen Turnieren und Auftritten, in die teils schon Geld geflossen ist. Das reißt große Löcher in die Vereinskassen und nicht immer ist es allen Mitgliedern möglich, auch in der Krise den Mitgliedsbeitrag aufzubringen.

SPD-Fraktion möchte einen Vereinstopf mit 25.000 Euro füllen

Für Vereine mit eigenem Vereinsheim oder sogar einer Vereinsgaststätte kommt derzeit auch über die Gastronomie kein Geld rein. Zuschauer bei Turnieren oder Auftritten, die Eintritt bezahlen und etwas verzehren, gibt es nicht. Laufende Kosten wie Miete, Strom oder Wasser müssen indes weiter bezahlt werden.

„Unsere Vereine haben in unserem Stadtbezirk eine tragende Rolle, gerade dort werden soziale und integrative Aufgaben übernommen, es gilt also daher ein Signal der Unterstützung zu senden“, sagt Stefan Keller. „Hier besteht Handlungsbedarf.“

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Die SPD-Fraktion wolle deshalb einen entsprechenden Beschluss herbeiführen.

Ein Ausgleichstopf über 25.000 Euro soll den Vereinen im Stadtbezirk Huckarde bei finanziellen Engpässen unter die Arme greifen. „Wir wollen das auf breite Beine stellen und mit den anderen Fraktionen besprechen“, bestätigt Bezirksbürgermeister Harald Hudy.

Vereine werden vor der Unterstützung geprüft

Sobald klar sei, ob es eine Sitzung der Bezirksvertretung (BV) im Mai geben wird oder nicht, entscheide sich, ob der Antrag regulär gestellt werde oder als Dringlichkeitsbeschluss ohne Sitzung abgestimmt werden muss.

Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass die übrigen Fraktionen dem Ausgleichstopf zustimmen werden. „Wir arbeiten gut zusammen und sind bei Anträgen solcher Wichtigkeit alle um eine schnellstmögliche Umsetzung bemüht – die BV möchte da eine Unterstützung geben“, sagt Stefan Keller.

Sobald der Ausgleichstopf für die Vereine per Beschluss freigegeben ist, können sich Vereine an die BV wenden, wenn sie finanzielle Probleme haben und laufende Kosten oder Rechnungen nicht begleichen können.

„Allerdings werden wir die Anfragen der Vereine auch prüfen“, sagt Stefan Keller. Beispielsweise werden jährliche Veranstaltungen, die nun ausfallen müssen, unterstützt. „Bei spontan ausgedachten Turnieren geht das nicht, da setzen wir auf die Ehrlichkeit der Vereine.“

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