Schon seit dem 25. Juli gibt es am Dortmunder Flughafen eine Corona-Teststelle der Kassenärztlichen Vereinigung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. © Wilco Ruhland (A)
Corona-Tests

Corona-Tests für Reiserückkehrer und Lehrer: Dortmund sieht sich gut gerüstet

In Dortmund sieht man sich für eine Testpflicht für Reiserückkehrer gut gerüstet. Die Testkapazitäten sollen bei Bedarf angepasst werden. Einen Ort dafür gibt es bereits.

Bislang waren Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten freiwillig. In Dortmund gab es dafür gleich zwei Anlaufstellen: eine Teststelle direkt am Flughafen, betrieben von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), und eine am Klinikzentrum Nord.

Sie hatte das städtische Gesundheitsamt am 1. August eingerichtet, um auch kostenlose Tests für Reiserückkehrer anzubieten, die nicht per Flugzeug gereist sind oder es sich später überlegt haben, sich testen zu lassen. Einen Nachweis über das Reiseziel muss man hier nicht vorlegen.

Beim provisorischen Testzentrum, das über die Beethovenstraße erreichbar ist, sind Mitarbeiter des privaten Reinoldus-Rettungsdienstes und des Klinikums Dortmund im Einsatz. Und sie hatten bislang gut zu tun: In den ersten vier Tagen ließen sich insgesamt 740 Reiserückkehrer testen – im Schnitt also 185 pro Tag.

Bislang keine langen Wartezeiten

Zu längerer Wartezeiten kam es dabei nicht, betont Stadtsprecherin Anke Widow. Die Stadt hatte das Zentrum bewusst nicht auf eine bestimmte Kapazität ausgelegt, weil der Andrang im Vorfeld nicht absehbar war. Bislang reicht das Angebot aber vollkommen aus, erklärt Anke Widow. Sollte der Andrang – etwa durch die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten – größer werden, sei man in der Lage die Kapazität zu erhöhen.

Weil die Sommerferien langsam zu Ende gehen und damit auch die Welle an Reiserückkehrern abebbt, rechnet man mittelfristig aber eher mit einer wieder sinkenden Nachfrage.

Wer bereits Krankheitssymptmone hat, sollte sich ohnehin (zunächst telefonisch) an seinen Hausarzt wenden. Er ist auch Ansprechpartner für Lehr- und Kita-Personal, das die seit Montag (3.8.) bestehende Möglichkeit nutzen will, sich vorsorglich alle 14 Tage kostenlos testen zu lassen. Zuständig dafür ist die Kassenärztliche Vereinigung.

Tests über Hausarzt-Praxen

Dort verweist man auf die Hausärzte als Ansprechpartner. Wie stark das Angebot angenommen wird, dazu konnte eine Sprecherin der KVWL am Donnerstag (6.8.) noch nichts sagen. Mit einer größeren Nachfrage wird erst ab der kommenden Woche gerechnet, wenn die Schule wieder beginnt.

Das städtische Testzentrum für Reiserückkehrer am Klinikzentrum Nord (Zufahrt Beethovenstraße, U-Bahn-Station Immermannstraße oder Fredenbaum) ist täglich von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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