Coronavirus: Pensionierte Ärzte könnten aus dem Ruhestand zurückgeholt werden

Patientenversorgung

In Sachen Coronavirus könnten eigentlich pensionierte Ärzte bei der Patientenversorgung in Dortmund und Westfalen helfen. Die Resonanz auf einen entsprechenden Aufruf ist groß.

Dortmund

, 06.03.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ärzte aus dem Ruhestand sollen bei Patientenversorgung helfen.

Bei der Versorgung von Patienten, die möglicherweise am Coronavirus erkrankt sind, könnten auch im Ruhestand befindliche Ärzte helfen. Das Symbolbild zeigt die Untersuchung eines nicht infektiösen Patienten. © dpa (symbolbild)

Im Dortmunder Ärztehaus trafen sich Vertreter der westfälisch-lippischen Kommunen und Gesundheitsämter mit Mitgliedern der Ärzteschaft, um sich einen Überblick über die aktuelle Versorgungslage zu verschaffen. Dabei wurde auch diskutiert, ob man Ärzte aus dem Ruhestand zur Patientenversorgung gewinnen könne.

Der vorherrschende Grundtenor: Man müsse dafür sorgen, dass zentrale und dezentrale Stellen zur Testung von Patienten auf das Coronavirus, wie sie in Dortmund bereits existieren, etabliert werden.

Das Ziel müsse sein, „Einrichtungen dieser Art flächendeckend zu installieren, um klare Strukturen für Ärzte und zentrale Anlaufstellen für Patienten zu schaffen“, erklärte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe Dr. Dirk Spelmeyer.

Jetzt lesen

Wie die Ärzte-Zeitung meldet, könnten pensionierte Ärzte entstehende Lücken in der Patientenversorgung auffüllen, etwa durch Telefondienst in der Notrufzentrale oder der medizinischen Beratung der Kammer, Mitarbeit in mobilen Einsatzteams oder indem sie Hausbesuche übernehmen oder einspringen, wenn ärztliche Kollegen ausfallen.

Innerhalb weniger Tage hätten sich laut Ärzte-Zeitung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe bereits 480 Mediziner gemeldet, die sich eine Mitarbeit vorstellen können. Knapp 300 von ihnen wären bereit, Vertretungsdienste zu übernehmen.

Lesen Sie jetzt