Coronavirus: Lanstroper Vater sorgt sich um Gesundheit seines sechsjährigen Sohnes

hzCoronavirus

Max Berner aus Lanstrop (6) weist die Corona-Symptome auf, doch sein Vater kommt beim Gesundheitsamt nicht durch und fühlt sich von den Ärzten hingehalten. Die Stadt gibt Erklärungen.

Lanstrop

, 18.03.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Marc Berner aus Lanstrop macht sich Sorgen um seinen sechsjährigen Sohn Max. Vor einigen Tagen habe er erfahren, dass im (mittlerweile natürlich geschlossenen) St.-Michael-Kindergarten, den sein Sohn besucht, ein Kind positiv auf Corona getestet worden sei. Nun habe sein Sohn Fieber und einen dicken Hals, also die Corona-Symptome.

Er verlange nun einen Abstrich, um testen zu lassen, ob Max wirklich die Krankheit hat. Doch beim Gesundheitsamt erreiche er niemanden, und die Ärzte, die er anrufe, halten ihn hin, vertrösten ihn oder sagen, er solle einfach mit dem Jungen zu Hause bleiben. Das jedoch ist Marc Berner zu wenig. Er hält das für einen Skandal und ein Versagen des Gesundheitssystems.

„Gesundheitsamts-Hotline stark überlastet“

Stadtsprecherin Anke Widow erklärt, die Corona-Hotline der Stadt (Tel. 50-13150) sei in der Tat stark überlastet. An einem Tag habe es dort über 30.000 Anrufe gegeben. Das soll inzwischen jedoch wieder besser sein. Wenn man dort durchkomme, müsse man verschiedene Fragen beantworten, die darüber Auskunft geben, ob jemand getestet werden müsse oder nicht. Weitere Teststationen gibt es außer beim Gesundheitsamt am Klinikum und in der Praxis von Dr. Prosper Rodewyk, Alte Benninghofer Straße 10. Eine weitere Station soll noch hinzukommen.

Zum Einzelfall von Max Berner könne sie (natürlich) wenig sagen, so Anke Widow.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt