Coronavirus: Schule in Dortmund sagt alle Klassenfahrten ab - über 40.000 Euro Schaden

hzSorge vor Covid-19

Eine Dortmunder Schule hat aus Sorge vor dem Coronavirus alle Klassenfahrten bis Ostern abgesagt. Der finanzielle Gesamtschaden ist enorm.

Dortmund

, 04.03.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch wenn es bisher keinen Coronavirus-Fall in Dortmund gibt, hat der neuartige Erreger Auswirkungen auf das Leben von rund 200 Schülern der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Brackel: Ihr Schulleiter Klaus Zielonka hat alle Klassenfahrten bis Ostern abgesagt.

Betroffen sind Fahrten der Jahrgangsstufen 8 und 12 in die norditalienischen Alpen, aber auch Reisen nach Kroatien und Irland, die aktuell nicht zu den vom Coronavirus besonders betroffenen Ländern gehören. „Das Virus wird sich ausbreiten“, erklärt Zielonka seine Entscheidung auf Anfrage unserer Redaktion.

Schulleiter Klaus Zielonka sagte alle Klassenfahrten an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ab.

Schulleiter Klaus Zielonka sagte alle Klassenfahrten an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ab. © Oliver Schaper (Archivfoto)

Für ihn war das Risiko zu groß, dass sich einer seiner Schüler auf den Reisen ansteckt. Wenn die Schule deshalb womöglich vorübergehend würde schließen müssen, könnten wichtige Klausuren für das Abitur oder den Zehnerabschluss ausfallen.

Die Absagen haben finanzielle Konsequenzen für Schüler und Eltern: Zwischen 200 und knapp 300 Euro hoch ist laut Zielonka der Betrag pro Schüler, der nicht zurückerstattet werde. Bei rund 200 Schülern sind das insgesamt über 40.000 Euro. „Aber die Sicherheit der Kinder geht vor“, sagt Zielonka.

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