„Da brechen Sie sich die Ohren“: 100 Meter Weg saniert, Rest vergessen

hzBaustellen in Dortmund

Der Emscher Fuß- und Radweg ist seit der Renaturierung des Flusses eine gut frequentierte Wegeverbindung. In manchen Bereichen ist es aber gefährlich, ihn zu nutzen.

Schüren

, 09.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es sieht so aus, als ob jemand noch zu wenig Asphalt für die Arbeiten gehabt hätte. Ist der Emscher Rad- und Fußweg die ersten Meter von der Gevelsbergstraße in Höhe der evangelischen Kirche in Richtung Westen noch bestens in Schuss, kommt für den Nutzer nach rund 100 Metern die böse Überraschung.

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Hier ist nämlich gar nichts mehr in Schuss. Die rund 500 Meter bis zur Jugendfreizeitstätte an der Straße Bergparte sind nur für geübte Radfahrer und jung geblieben Fußgänger unfallfrei zu bewältigen - der Rest bleibt auf der Strecke.

Eine Rollstuhlfahrerin kam nicht weiter

„Hier ist letztens eine Rollstuhlfahrerin hängen geblieben, die kam nur noch durch fremde Hilfe weiter“, sagt Brigitte Leutner. Die Schürenerin ist sauer.

Gut zu erkennen, bis wo der Weg saniert wurde.

Gut zu erkennen, bis wo der Weg saniert wurde. © Jörg Bauerfeld

„Der Weg ist so schlecht, wenn Ihnen hier beim Fahrradfahren jemand entgegenkommt, können Sie nicht ausweichen, da brechen Sie sich die Ohren.“

Dabei sollte gerade dieses Wegstück den Schürenern helfen, zum Einkaufen nach Aplerbeck zu kommen. 2015 wurde der ehemalige Supermarkt in der alten Schürener Mitte geschlossen, die Stadt gab damals das Versprechen, den Fuß- und Radweg wieder zu richten.

Auf 100 Metern hat das auch geklappt, dann ging's nicht weiter. „Die Verwaltung weiß Bescheid, die Politik weiß Bescheid“, sagt Rüdiger Pelzer Mitglied des Seniorenbeirates. Jetzt müsse was passieren.

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